Fotografieren vor der Haustüre.

Wer kennt sie nicht? Die wunderschönen Bilder von Island, Norwegen oder Madeira. Das Problem: Während Corona ist Reisen nicht ganz so einfach. Und in ferne Länder zu kommen gleich doppelt so schwierig. Selbst um mal in die vermeintlich "fotogenen" Ecken Deutschlands zu gelangen, kann sich als Hindernis herausstellen. Also bleibt man zu Hause. Und fotografiert. Und merkt: Zu Hause ist doch eigentlich am Schönsten...

 

Altes schätzen lernen, Neues entdecken.

Ich habe immer geglaubt, dass Bilder aus meiner Heimatstadt Freiburg ausgelutscht sind. Die kennt doch jeder. Tausendmal gesehen. Allerdings: Nur ich sehe die Bilder so oft - einfach, weil ich hier lebe und daher tagtäglich die Motive vor Augen habe, die ich auch im Netz sehe. Aber nicht jeder Leser oder jede Leserin auf diesem Blog kommt aus dem Schwarzwald oder aus Freiburg (an dieser Stelle: tippt gerne mal in die Kommentare, aus welcher Region ihr eigentlich kommt! Ich weiß, dass es hier einige stille Mitleser gibt ;-)).

Im Frühling habe ich also begonnen, Freiburg wieder neu zu entdecken. Ich bin zu den Orten gegangen, die ich schon X-mal gesehen und X-mal fotografiert habe. Und hab das einfach nochmal gemacht. Vielleicht aus anderem Blickwinkel und mit einer anderen Idee. Oder einfach, weil ich da tatsächlich noch nicht fotografiert habe! Beispielsweise das Titelbild: Wusstest ihr, dass ich diesen Klassiker nur ein einziges Mal abgelichtet habe bisher? Das war im Winter 2017. Seither habe ich kein anderes Bild von dort oben geschossen. Und nicht mal eines im Sommer, wenn alles grünt... Auch das habe ich geändert.

 

Stichwort: Mikroabenteuer.

Bis vor ein paar Monaten konnte ich damit noch gar nichts anfangen. Während Corona habe ich aber diese Art der Beschäftigung zu schätzen gelernt. Mal für einen Nachmittag in den Schwarzwald fahren, um die wilden Todtnauer Wasserfälle in Szene zu setzen? Eine Nacht in Freiburg bleiben, um die Lichter der Stadt bei Dunkelheit zu fotografieren? Oder ganz früh morgens raus, um den Sonnenaufgang über dem Heimatdorf abzulichten?

Es muss gar nicht Island, Norwegen und Madeira sein. Fotografieren kann man überall, auch vor der eigenen Haustür. Das habe ich während Corona nochmal deutlich intensiver gelernt. Und so freue ich mich schon darauf, in einigen Wochen (wenn sich mein Heuschnupfen hoffentlich wieder legt - hatschii!) mal wieder auf den Schauinsland zu fahren oder an den Schluchsee, um nachts die Milchstraße einzufangen. Auch wenn das nur wenige Auto-Minuten von zu Hause entfernt liegt.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!