Mein Systemwechsel zu Vollformat.

Es war definitiv keine leichte Entscheidung, sondern eine, die mir die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hat. Nach Wochen und Monaten des Überlegens und Recherchierens war es dann soweit und nun halte ich meine neue Kamera, mein neues System in den Händen: Vollformat. Wie es dazu kam und warum ich umgestiegen bin, liest du in diesem Blogbeitrag.

 

Auf Wiedersehen, Micro Four Third.

Seit ich diesen kleinen Blog betreibe, fotografiere ich mit dem MFT-System. Micro Four Third, einer der kleinsten Sensoren, die es im Fotografie-Bereich gibt. Kleiner als APSC und halb so groß wie Vollformat. Vor fünf Jahren hat die Fotografie für mich mit der Lumix G3 begonnen. Im Jahr 2017 hat die G81 dann das in die Jahre gekommene Modell abgelöst. Zwei tolle Kameras, mit denen viele schöne Touren und Abenteuer verbunden waren - vor allem mit der G81. Mit ihr ging es nach Cornwall, ins Berchtesgadener Land, an die Ostsee, in die Sächsische Schweiz und zuletzt an die Mosel. Wenn ich daran zurückdenke, fallen mir schon einige Bilder ein, auf die ich stolz bin - nicht nur, weil sie "nur" mit einer MFT-Kamera entstanden sind.

 

Denn: Micro Four Third hat auch einige Vorteile und eben nicht nur den winzigen Sensor. Doch mit dem, was ich mache, komme ich so langsam an die Grenzen von diesem System. Und da begannen die Überlegungen, die ich auch schon 2018 hatte. Jetzt hat aber alles gepasst. Daher heißt es: Auf Wiedersehen, MFT! Das war wirklich eine schöne Zeit mit dir. Jedoch wird das System nicht komplett verschwinden, ich behalte die G81 und einige Objektive als Zweit-Kamera-Set.

 

Herzlich willkommen, Vollformat!

Für mich war relativ schnell klar, dass ich - wenn ich diesen Schritt weg von MFT machen werde - definitiv auf Vollformat umsteigen werde. In der Landschaftsfotografie habe ich stark mit Helligkeitsunterschieden zu kämpfen, zudem möchte ich unbedingt mehr in die Richtung von Astro- und Milchstraßenfotografie gehen - da ist der kleine Sensor einfach zu schnell an seine Grenzen gekommen. Ein Zwischenschritt zu APSC kam für mich daher eigentlich die ganze Zeit über nicht in Frage. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, auch Vollformat - dessen bin ich mir bewusst. Umso freudiger, aber auch gespannter bin ich nun auf den neuen großen Schritt - und werde auch demnächst von der ersten Zeit mit der Sony A7III berichten.

 

Richtig gelesen - das ist meine neue Kamera. Ich habe mich für die Sony A7III entschieden, nach langem Abwägen und Recherchieren unterschiedlicher Fakten und Praxis-Erfahrungen. Mit der A7III ziehen bei mir das Tamron 17-28/2.8, das Tamron 28-70/2.8 und das Sony 70-200/4 ein - und damit ein völlig neues fotografisches Gesamtpaket mit vielen Möglichkeiten.

 

Wieso Sony? Wieso A7III?

Wie schon bei der G81 und der G3 muss meine nächste Kamera ebenfalls spiegellos sein, was den großen Hersteller-Bereich schonmal eingrenzt. So recherchierte ich zur Sony A7- und A9-Reihe ebenso wie zu den neuen Nikon Z-Modellen und der Canon EOS R. Recht schnell fiel bei mir für meine Vorhaben die Canon unten durch. Und lange Zeit war ich zur Nikon Z6 hingezogen. Für mich war schnell klar, dass sich das Rennen zwischen der Sony A7III und der Nikon Z6 entscheiden wird. Die sowohl die R-Varianten von Sony also auch die Z7 von Nikon fiel raus, da ich die großen MP-Zahlen nicht brauche, 24 Megapixel reichen mir da völlig. Die A9 war mir schlicht zu "neu" und damit zu teuer bzw. das Preis-Leistungs-Verhältnis konnte ich nicht sehen.

 

Schlussendlich habe ich mich nun doch für die A7III entschieden aus zwei Gründen: Zum einen ist Sony mit der A7-Reihe nun schon recht lange auf dem Markt und weiß worauf es ankommt, auch für die Zuknuft. Nikon ist erst vor kurzem in diesem Bereich mit den Z-Modellen eingestiegen. Zum anderen gibt es für Sony Vollformat mittlerweile eine riesige Auswahl an Objektiven, bei Nikon hätte ich meine Wunschobjektive erst 2020 bekommen, zumal die noch deutlich teurer sind, Dritthersteller noch nicht in Sicht.

 

Letztlich muss sich jeder fragen, weshalb er ein System wechsel will. Und dann heißt es Recherchieren und Abwägen - irgendwo ist es auch eine Geschmackssache und persönliche Entscheidung.

 

Ihr könnt euch auf jeden Fall auf ein paar Blogbeiträge freuen, wenn es heißt "Niklas quält sich durch ein neues System". ;-) Denn aller Anfang ist schwer, das war mit der G3 so und wird mit der A7III nicht anders sein. Und doch bleibt die (Vor-)Freude auf viele neue Foto-Abenteuer - mit Vollformat.

 

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!