Photokina 2018.

Diese Jahr war es mal soweit. Auch ich war auf der Photokina in Köln. Von Mittwoch bis Samstag findet die Foto-Messe in der Medien-Stadt am Rhein statt. In weniger Hallen als gedacht, dafür mit einigen Erkenntnissen mehr komme ich wieder zurück. Was ich auf der Photokina 2018 erlebt habe, liest du in diesem Blog-Artikel.

 

 

Photokina - was ging? Ein bunter Mischmasch aus allem, so würde ich das bezeichnen. Vor allem drei unterschiedliche Bereiche gab es: Informieren und schnuppern, inspirieren und aktiv teilnehmen. Über fünf Hallen war die die Photokina auf der Kölnmesse verteilt, überall gab es Stände und Aussteller - Panasonic, Leica, Sigma, Rollei, Sony, Nikon, Canon und viele andere mehr: Vor allem aber viele kleine Firmen aus dem asiatischen Raum, die dann doch alle eher das gleiche zu bieten hatten: Stative und Filter - das war so ziemlich der Renner auf der diesjährigen Photokina. Herausgestochen haben da nur zwei Hersteller: Haida, die im Hintergrund mit übertrieben bunten und farbintensiven Bildern geworben haben - und einer dieser vielen asiatischen Kleinanbietern, die ein mehr oder minder geniale Idee hatten: Einen Filter, den man zwische Kamerabody und Objektiv schraubt und damit den Sensor an hinterster Stelle verdunkelt. Ich schwanke dabei zwischen Genialität und Wahnsinn - denn der Sensor ist immerhin das Heiligste der Kamera und wenn der Filter qualitativ nicht ganz sooooo.... ihr wisst schon was ich meine ;-). Da gehe ich doch lieber weiter zu instax, die eine grandiose Minion-Sofortbildkamera präsentiert haben. Da brauch man ja nicht viel zu sagen! :-)

Des Weiteren gab es viel Inspiration: Durch Vorträge oder Fotogalerien, in denen ganz viele und ganz unterschiedliche Bilder ausgestellt wurden. Fast jeder Stand wollte sich mit Vorträgen überbieten - jeder hatte irgendjemanden am Start, den man sich unbedingt anhören und -schauen musste. Tatsächlich konnte man sich dabei wirklich ein paar ganz coole Vorträge raussuchen.

Teil 3: das selbst Aktiv-sein. Das ging beispielweise bei Bernhard Rauscher aka Lumenman, der Lightpainting-Tools zeigte und diese direkt live vorführte - starke Sache auf so kleinem Raum! Außerdem gab es die Halle 1: Die gehörte komplett Olympus. Der Hersteller hatte dort einen Spielplatz für Fotografen aufgebaut: Man konnte Olympus-Kameras leihen und direkt dort ein wenig ausprobieren und fotografieren. Auch das: Coole Sache, aber natürlich verbunden mit ordentlich Wartezeit. Dafür hatte man unzählige Möglichkeiten zu experimentieren, auszuprobieren, die Kameras zu testen, ... - eine super Idee, die auch von den Besuchern gut angenommen wurde ;-).

 

Meine Messe-Highlights: Einerseits solche kleinen Überraschungen, wie der Stand von Lumenman Bernhard Rauscher oder instax, bei denen man mit den Sofortbildkameras auch Fotos für sich selbst als Erinnerung schießen konnte, andererseits aber auch zwei der ganz "Großen": Panasonic zeigte den Prototypen der neu und sehr überraschend angekündigten Lumix S1 und S1R, zwei spiegellose Vollformat-Kameras, die Anfang 2019 erscheinen werden - gemeinsam mit drei neuen Objektiven. Im Gegensatz zu Nikon oder Canon eine überzeugende Vorstellung ihres Messe-Highlights. Ich glaube auch, dass damit Panasonic ordentlich Wirbel bei der Konkurrenz veranstaltet ;-).

Leider - muss ich sagen - hat natürlich auch wieder mal DJI überzeugen können: Design und Präsentation ist einfach deren Ding. Eine klasse Fläche, die natürlich vor allem der neuen Mavic 2 gewidmet wurde. Ein großes Hasseblad-Logo noch drüber und schon hat man die Besucher angezogen wie ein Magnet. Dass Hasselblad mittlerweile DJI gehört und nur noch der Name existiert, werden wohl die wenigsten wissen. Und dass die Mavic 2 gar nicht so ein tolles Gerät ist, wie angepriesen (man schaue dazu auch bitte mal bei Stefan Forster Fotografie vorbei), macht die Überzeugungsarbeit von DJI nicht schlechter.

 

Fazit. Das erste Mal Photokina - was bleibt? Alles in allem muss ich sagen, dass die knapp fünf Stunden auf der Messer schon ziemlich interessant waren. Allerdings brauche ich das auch nicht jedes Jahr - denn im Endeffekt sind es eben die technischen Geräte, die dort ausgestellt sind. Nicht mehr, nicht weniger. Viel schöner ist es da doch, Menschen zu treffen, mit denen man schonmal zu tun hatte, Kooperationen zu schließen und sich inspirieren zu lassen - dazu ist die Photokina genau richtig. Allerdings muss man sich auch darauf gefasst machen, dass gerade ab Mittag man nicht mehr ganz so allein ist, wie noch zur Messeöffnung... ;-)

 

 

Kommentare: 2
  • #2

    Niklas (Dienstag, 02 Oktober 2018 20:17)

    @Bernhard
    ==========

    Das freut mich, Bernhard. Danke für die tolle Aktion vor Ort! LG Niklas

  • #1

    Bernhard Rauscher (Dienstag, 02 Oktober 2018 19:58)

    Hi Niklas,
    ein schöner Bericht, richtig zum Nachfühlen. Und toll, dass Du bei mir am Lightpainting Stand warst. Auf bald mal wieder!
    LG Bernhard

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!