Landschaftsfotografie mit Lightpainting.

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Irgendwo habe ich mal diese coolen Bilder mit den bunten Lichtern entdeckt. Ein bisschen Recherche ergab, dass man das Ganze "Lightpainting" nennt. Damals habe ich gedacht: "Na so ein bisschen Rummalen ist doch einfach" - und habe es dann doch nicht umgesetzt. Vor kurzem bin ich dann nochmal über dieses Lightpainting gestolpert. Und heute soll es um Lightpainting in der Landschaftsfotografie gehen.

Dieser Blogbeitrag wird durch Lumenman-Tools unterstützt - mehr dazu später.

 

"Mit Lightpainting kann ich sehr frei und kreativ Bilder erschaffen, die ohne Lightpainting nicht möglich wären. Beispielsweise kann ich völlig unabhängig von gegebenen Lichtquellen Licht setzen, wie ich möchte oder auch Elemente ins Bild bringen, die erst durch eine Langzeitbelichtung sichtbar werden."

Bernhard Rauscher, Lumenman

 

 

Die Anfänge.

Angefangen habe ich mit einer Taschenlampe, an die ich bunte PETlinge geklebt habe. Dann bin ich rausgegangen und habe meine ersten Bilder gemalt. Das waren einfach nur wilde Linien und Schwenker, aber es hat Spaß gemacht. In der Zwischenzeit bin ich mit Bernhard Rauscher in Kontakt gekommen, einem der größten Lightpainter, der seine eigene Lightpainting Akademie und Lightpainting Tools erschaffen hat. Mit beidem ausgerüstet - dem theoretischen Wissen und den praktischen Elementen - sind dann im Garten die ersten Lightpainting-Formen und -Übungen entstanden.

Doch das, was e wirklich spannend und interessant macht, ist, die Lightpaintings in die Landschaften zu integrieren. Sie nicht in den Vordergrund zu drängen, sondern im Bild als zusätzliches Element, als Kunst einzubauen.

 

On Location.

Mit richtig guten Taschenlampen und speziellen Lightpainting-Tools, wie denen von Lumenman, lassen sich dann auch kraftvollere Lightpaintings erstellen. Was schnell dabei klar wird: Übung, Übung und noch mehr Übung ist notwendig, um schöne Figuren und Bilder zu erzeugen.
Sehr empfehlenswerte Hilfe gibt es dafür bei Bernhard Rauschers Lightpainting Akademie, in der er in vielen Videos dazu verhilft, mit dem Lightpainting besser klarzukommen und spannende Bilder zu erschaffen.

 

Anfänger-Tipps gibt es aber auch von mir direkt hier:

 

  • Die Taschenlampe kann eigentlich nie zu stark sein: Nehmt also so viel Lichtkraft mit, wie möglich.
  • Geht nicht zu weit weg, um euer Lightpainting zu malen: Je weiter ihr von der Kamera entfernt seid, desto schwächer werden die Darstellungen.
  • Sucht euch spannende Landschaften oder Motive, in die ihr die Lightpaintings integriert.
  • Nutzt eine Lampe mit Stroboskob-Effekt: Das erzeugt nochmal interessantere Lightpaintings.
  • Spiegelungen auf Wasseroberflächen sind eure Freunde ;-).

"Die Location finde ich mittlerweile recht wichtig. Das Lightpainting sollte dann auch in die Location integriert sein."

Bernhard Rauscher, Lumenman

 

 

Üben, üben, üben!

Lightpainting ist eine Sache, die man nicht sofort beherrscht. Man braucht Übung, Übung, Übung! Außerdem wird man es nicht einfach so mal jeden Abend zwischendurch machen. Es erfordert Zeit und Planung: Wo kann ich lightpainten? Wie werden Locations interessant? Welche Figuren kann ich erstellen? Welche Farben kann ich kombinieren? Welche Formen bieten sich an? Wie kann ich die Location in das Lightpainting integrieren?

Gerade die einzelnen Formen und Figuren brauchen wirklich viel Übung und Zeit. So macht es aber auch Spaß, immer mal wieder daran herum zu experimentieren. Zum Beispiel habe ich irgendwann einmal diese Orbs ausprobiert - die machen wirklich Spaß zu planen, zu malen und zu fotografieren. An guten Locations lassen sie sich auch noch viel besser einsetzen, aber dazu müssen im nächsten Schritt erst einmal die richtigen Plätze gefunden werden!

 

Interaktion steigern.

Ein guter, weiterer Tipp ist die Interaktion mit der Umgebung. Lightpainting kann sich um Säulen schlängeln, hinter Bäumen hervorkommen, die Szenerie ausleuchten...

Außerdem wird es spannend, wenn man mehrere Dinge kombiniert. Wie beispielsweise eine Schlangenlinine aus zwei Farben oder durchgezogen und im Stroboskop-Modus. Oder auch mal mehrere Orbs - entweder lange belichten und nacheinander malen oder einfach mit mehrere Leuten zusammen arbeiten. Das macht dann gleich doppelt Spaß ;-).

 

Wie aber geht ein Profi beim Lighpainting vor? Dazu habe ich Bernhard Rauscher aka Lumenman befragt: "Als erstes suche ich mir eine Location oder ich hab einen speziellen Anlass, z.B. eine Reise, die ich eh mache. Dann konzipiere ich meine Motive: was könnte zur Location passen? Farben, Formen, Interaktionen mit der Location etc. - diesen Schritt finde ich wichtig, er wird oft vernachlässigt."

Spannend wird es dann natürlich, wenn es losgeht. Bernhard erklärt mir: "Am Tag der Aufnahmen versuche ich immer, noch genügend Zeit tagsüber on Location zu haben, um mir alles genau anzuschauen und einzurichten." Erst nach diesem Schritt kommt das Lightpainting und die Optimierung in Lightroom.

 

"Ich verbringe tatsächlich oft nur 30% mit den eigentlichen Lightpainting Aufnahmen. Aber das macht den Unterschied zwischen Zufallsergebnis und guter Serie aus."

Bernhard Rauscher, Lumenman

 

 

Wenn alles zusammenkommt.

Und dann gilt es, alle Tipps irgendwie auszuprobieren - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und gerade das Experimentieren macht am Anfang sehr viel Spaß, auch wenn die Ergebnisse vielleicht nicht so sind, wie gedacht. Der Lerneffekt ist enorm groß und hilft auch für andere Gebiete der Fotografie!

Alles was ich hier geschrieben habe, beruht natürlich nur auf meiner eigenen Meinung - und ich bin kein Experte oder Profi (wie man unschwer an den Bildern erkennen kann ;-).
Wer mehr und besser über Lightpainting Bescheid wissen möchte, der sollte unbedingt bei Bernhard vorbeischauen!

Kommentare: 2
  • #2

    Hagen Hofmann (Samstag, 09 März 2019 21:42)

    Das erinnert mich daran wie dazu gekommen bin,ist fast die selbe Geschichte bei mir. Es gibt nur einen Unterschied ,ich bin noch ganz soweit wie Du. Aber das hat auch einen Hintrgrund ,ist aber egal für mich ist der Spass an dieser Art von Fotografie unglaublich wichtig,vielleicht ist es deswegen bei mir noch nicht so ausgeprägt das ich ein Konzept habe wenn ich losziehe. Aber eins sei noch erwähnt ,ich habe mich riesig über die Kommentare gefreut von meinem letzten gezeigten Bild und es hat mich auch Stolz gemacht obwohl es wiedermal ohne großes nachdenken entstanden ist.

  • #1

    Bernhard (Samstag, 09 März 2019 13:37)

    Wow, Niklas, was für ein super Beitrag. Du hast Dich echt toll reingehängt! Ich weiss ja von der Entstehungszeit - Hut ab! So viel Mühe geben sich die wenigsten für einen Blogbeitrag. Weiter so, ich freue mich.

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!