Jahresrückblick 2017.

© Niklas Batsch
© Niklas Batsch

Es ist wieder einmal soweit - ein Jahr endet und damit soll es den obligatorischen Jahresrückblick und die Top 10 Fotos aus 2017 geben.

Das erste Drittel von 2017 begann - fototechnisch - relativ unspektakulär. Ich bin Anfang des Jahres von meiner G3 auf die G81 umgestiegen. Im Mai folgte dann ein entscheidender Einschnitt: Die DJI Phantom 3 Advanced kam als neuer, treuer Begleiter hinzu. Da Multicopter immer mehr kritisiert und in den öffentlichen Fokus rücken: Der Quadrocopter ist für mich als Fotograf ein weiteres Mittel, um Bilder machen zu können, die es so noch nicht gibt und auch sonst nicht gesehen werden könnten - und ich möchte darauf nicht mehr verzichten! Warum immer mehr Fotografen auf Multicopter zurückgreifen, wird - glaube ich - im Film Light Hunter von Stefan Forster Photography sehr deutlich (ein wirklich grandioser Film, der sehr zu empfehlen ist!).

 

 

 

Im Frühjahr ging es nach Berlin - auf der Suche nach den schönsten und fotogensten Plätzen der Hauptstadt, aber auch, um einige Lost Places festzuhalten. Der Spreepark, der Teufelsberg, aber auch das Areal Wünsdorf waren Ziele dort. Die schönsten Fotos von dieser Tour gibt es auf meinem Blog zu sehen.

 

 

 

 

 

Weiter ging es dann mit einem echten Jahres-Highlight: Cornwall.

Dementsprechend groß war das Ziel, im Südwesten Englands einige coole Fotos zu schießen. Und – welch' Wunder – tauchen im Jahresrückblick 2017 auch ein paar auf ;-)

Genau genommen habe ich vier favorisierte Bilder rausgepickt, die eine ganz besondere Geschichte aufweisen oder mir einfach am besten gefallen haben.

 

Das erste Bild ist die wahrscheinlich beeindruckendste Location in Cornwall: Es handelt sich um Kynance Cove, die auch eigentlich irgendwo in der Karibik hätte liegen können. Hier wollte ich ursprünglich zu Sonnenuntergang hin. Das hat sich leider aus Planungsgründen so nicht ergeben und pünktlich um 12 Uhr, wenn alle Touris wach sind, die Sonne am ungünstigsten steht und ich deshalb ein wenig genervt war, stand ich dann am Spot. Und was soll ich sagen? Es hat einfach gepasst! Die hochstehende Sonne zauberte ein Glitzern aufs Wasser, wodurch das Türkis in der Bucht noch einmal verstärkt wurde.

 

 

 

 

 

 

Das nächste Bild zeigt das genaue Gegenteil. Das Wetter sollte in den nächsten Tagen zuziehen und so ging es zu einem Spot, der genau so gut in Norwegen hätte liegen können. Boscastle, ein kleines Dorf mit einem Fjord-artigen Zugang zum Meer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bedruthan Steps sind nach Kynance Cove vermutlich der Punkt, den jeder einmal in Cornwall gesehen haben möchte. Deshalb – ähnlich wie beim ersten Foto – war das Wetter und die Tageszeit nicht unbedingt so, wie ich sie gerne gehabt hätte. Und dennoch ist ein ziemlich cooles Bild per Langzeitbelichtung entstanden.

 

 

 

 

 

 

Mein letztes Bild aus der Etappe Cornwall ist auch mein persönliches Lieblingsbild aus 2017. Kein Wunder also, dass es in 120x70cm bei mir an der Wand hängt ;-)

Und – meistens schreibt doch der Zufall die schönsten Geschichten. Am ersten und zweiten Abend in Cornwall gab es jeweils einen wunderschönen Sonnenuntergang, der genutzt wurde, um die Gegend zu erkunden. Blöd nur, dass die weiteren 10 Tage davon nichts mehr zu sehen war. Und schließlich, am letzten Abend vor der frühen Abreise in der Nacht: DER Sonnenuntergang, auf den ich gewartet habe. Allerdings gab es da auch wieder ein Problem – Kynance Cove, Bedruthan Steps, Lands End, Bottalack Mines, … Die Liste mit Spots zum Sonnenuntergang war so lang! So entschied ich mich, dass es etwas ganz anderes sein sollte – ein regelrechter Geheim-Spot, den ich in einem kleinen Buch entdeckt habe (dass der dann auch nicht mehr sooo geheim war, war fast zu erwarten). Und trotzdem ist an Porth Nanven dann das perfekte Foto entstanden.

 

 

 

 

Nur zwei Tage zu Hause, sollten schon wieder die Akkus geladen und die Speicherkarten geleert werden. Lukas Voegelin von #teamjaworskyj veranstaltete einen Fotowalk durch die Ravennaschlucht im Schwarzwald. Klar, dass ich da am Start sein wollte ;-)

Und so ist dort ein schönes Übergangsbild von Sommer zu Frühherbst entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Lost Place darf natürlich auch nicht fehlen: Der Schimmelpalast hat mich (neben dem Hunters Hotel) wirklich beeindruckt. Zu beiden Orten gibt es viele Fotos auf meinem Blog, eines DER Lost Place Bilder diesen Jahres muss aber dennoch gezeigt werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Herbst im Schwarzwald – eine schönere Jahreszeit gibt es dort eigentlich nicht. Ein Ziel, das schon lange auf meiner Liste stand war der Krai Woog Gumpen. Lustigerweise hatte dort ein Fotograf vor mir die gleiche Idee, die auch ich umsetzen wollte ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch eine Multicopter-Aufnahme aus dem Herbst darf nicht fehlen – der Schluchsee hat sich dafür wunderbar angeboten. In herbstlichen Farben, mit untergehender Sonne ging es also mitten in den Schwarzwald für ein Foto der besonderen Art…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein besonderes Bild ist auch jetzt vor kurzem erst im Schwarzwald entstanden. Im Winter ging es nach Hinterzarten. Der Entenweiher liegt dort versteckt zwischen hohen Tannen und bietet eine interessante Form. Dass dann auch die Witterung noch so mitspielt, Eislöcher und wilde Muster in der Schnee- und Eisdecke hinterlässt, hatte ich nicht gedacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das waren sie also – die zehn schönsten Fotos von 2017. Viel Landschaft, ein bisschen Stadt und Lost Place.

Für nächstes Jahr steht schon eine nächste Tour fest: Es geht mit Benjamin Jaworskyj ins Berchtesgadener Land.

 

Bis dahin wünsche ich euch allen noch eine schöne weihnachtlich-winterliche Zeit, einen guten Rutsch und tolle Fotos für 2018 ;-)

 


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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!