Im Winter auf dem Feldberg.

Eine Tour, die jeder im Schwarzwald mal unternommen haben muss, ist im Winter auf den Feldberg zu wandern. Die Motive oben sind zwar ein wenig begrenzt, aber umso mehr macht es Spaß, nach dem Aufstieg sich kreativ auszutoben. In diesem Blogbeitrag nimm ich dich mit auf den verschneiten und höchsten Berg des Schwarzwalds.

 

Die Tour startet, wie so oft, zu Hause mit dem Packen. Was nimmt man am besten mit auf eine solche Tour? Die Antwort: Möglichst alles. Auf jeden Fall aber ein Teleobjektiv und ein Weitwinkel, gerne auch Stativ und zusätzliches Equipment wie Filter. Wie eigentlich immer in der Landschaftsfotografie sollte man an seinem Spot entweder früh morgens oder abends sein. So ist das auch beim Feldberg. Hier lohnt es sich, den Wecker sehr früh zu stellen, um die ersten Sonnenstrahlen am Morgen von oben zu genießen - und zu fotografieren. Denn abends ist deutlich mehr los, vor allem wegen des Skibetriebs. Auch die Wintersportfans wollen in diesen Tagen auf ihre Kosten kommen und so heißt es meistens ab Tagesanbruch: Lange Schlangen vor dem Parkhaus. Daher: Entweder früh morgens oder abends den Feldberg im Winter ansteuern. Im Idealfall mit dem öffentlichen Nahverkehr, dann gibt's gar keine Parkprobleme.

 

Los geht's schließlich auf den Berg, was im Schwarzwald natürlich nicht vergleichbar mit dem richtigen Gebirge ist. Und trotzdem braucht man, je nach Kondition, eine gute halbe Stunde von der Talstation aus auf den Seebuck, der meistens und fälschlicherweise als Feldberg bezeichnet wird. Dort liegt die Bergstation des Lifts - der im Winter aber auch nur von Wintersportlern genutzt werden kann. Wir müssen/dürfen zu Fuß den Berg besteigen. Auf dem Seebuck angekommen, hat man mit dem Bismarck-Denkmal und dem Feldbergturm einen guten ersten Spot. Will man wirklich auf den "richtigen" Feldberg, geht es nochmal ein paar Meter weiter. Erstmal eine Senke runter und dann wieder ein gutes Stück bergauf, wo der neue (und weniger fotogene) Feldbergturm wartet. Der meiner Meinung nach schönere Spot ist der erste. Will man aber bspw. den alten Feldbergturm mit Alpenpanorama fotografieren, so muss man eben dieses Stück weitergehen, um höher zu stehen, um beide Motive mit einem Tele fotografieren zu können ("der Klassiker").

 

Vom Bismarckdenkmal hat man einen guten Blick auf den Feldsee, der unterhalb des Berges liegt. Geht man ein Stück weiter, steht man vor dem alten Feldbergturm, der ein schönes Motiv abgibt. Gerade abends im Winter, wenn der Himmel sich leicht verfärbt und einen tollen Kontrast zu Schnee gibt, bietet sich dieses Bild an. Und schlißlich kann man von dort auch super den Sonnenuntergang fotografieren. Am besten suchst du dir vor Ort einen schönen Vordergrund, wie bspw. eine kleine eingeschneite Tanne. Dahinter erhebt sich dann die Schneedecke und das Schwarzwaldpanorama.

 

Mal ein anderes Bild vom Alpenblick ist mir beim Abstieg gelungen, kurz nach dem Feldbergturm. Dort stand ein alter, knorriger Baum, der sich einfach super als Motiv geeignet hat. Dahinter der Schwarzwald, ein großes Nebelmeer und die Spitzen der Alpen. Ein Feldberg-Alpenblick-Bild, das ich so noch nie gesehen habe und das mein Lieblingsbilder dieser Tour ist. Fotografiert habe ich dabei mit einem Teleobjektiv, um die Alpen schön nah heranzuholen und groß abzubilden. Eigentlich sind die ja noch superweit weg - das Tele trickst da ein bisschen mit unserer Wahrnehmung und verzerrt die Ferne. Dinge, die weit weg sind, können so nah an den Vordergrund herangeholt werden.

 

Abschließend bleibt mir nur der Rat: Sowohl beim Aufstieg, dem Fotografieren oben auf dem Berg, als auch beim Abstieg die Augen offen halten. Der Feldbergturm, der Alpenblick und der Ausblick auf den Schwarzwald sind zwar die drei Motive, die man hier schießen "muss" - doch man kann auch individuelle Bilder davon mit nach Hause nehmen. Beispielsweise durch geschickte Wahl der Vordergründe oder cleveren Einsatz der Objektive!

Kommentare: 2
  • #2

    Niklas (Donnerstag, 20 Februar 2020 13:24)

    @Kaja
    ======

    Hier war tatsächlich auch nicht so viel wie erhofft. Da musste man jede Chance nutzen :D

  • #1

    Kaja (Dienstag, 18 Februar 2020 23:14)

    Oha, ich hab schon gedacht, ich würde diesen Winter gar keinen Schnee mehr sehen! :D Bei uns hat es kaum geschneit und wenn, ist eigentlich nie wirklich was liegen geblieben ... Aber deine Feldberg-Fotos sind wie immer wunderschön geworden! *.* Vor allem das Titelbild sieht aus, als würden dort gleich ein paar Hobbits und ihre Gefährten rübergewandert kommen. :P

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!