Handyfotografie.

Dank modernster Technik ist es mittlerweile super einfach, tolle Bilder mit dem Handy aufzunehmen. Ich habe momentan das Galaxy S7 - und damit sind die nächsten beiden Bilder entstanden. Anhand von ihnen möchte ich euch in diesem Blogartikel zeigen, wie einfach es ist, mit einem Smartphone beeindruckende Landschaftsfotos zu schießen.

 

Schloss Staufenberg.
Schloss Staufenberg.

Hätte man nicht gedacht, dass dieses Foto aus einem Handy stammt, oder? Ich finde es sehr beeindruckend, was Smartphones mittlerweile können.

Worauf achte ich bei Handyfotos:

  • Dynamikumfang: Der ist selbstverständlich deutlich schlechter als bei Systemkameras oder Spiegelreflexkameras. Deshalb sind Handyfotos direkt nach Sonnenuntergang meistens am besten: Die Sonne ist weg, das Licht sehr weich, es gibt keine harten Schatten, aber noch genung Helligkeit, damit nicht alles absäuft.
  • Linienführung und 2/3-Regel: Gerader Horizont und zwei-drittel-Regel stelle ich bereits in einem anderen Blogbeitrag vor. Allerdings beiten sich führende Linien bei Handyfotos super an. Wie hier beispielweise die Weinreben, die in die Bildmitte Richtung Schloss führend. Das liegt genau auf zwei Dritteln (Himmel - Erde, Verhältnis zum Horizont). Hier liegt es auch bewusst mittig, um die zentrale Stellung hervorzuheben.
  • HDR: Tatsächlich hilft HDR bei Handybildern sehr oft weiter. Der Dynamikumfang wird hier einfach sehr erhöht.
  • Raw-Bilder: Aktuelle Smartphones (sogar das S7) können Raw-Dateien aufnehmen - wie cool ist das denn?! Dadurch gibt es in der Nachbearbeitung viel mehr Möglichkeiten, noch mehr aus dem Bilder herauszuholen.
  • High Key: Lieber zu hell aufnehmen bei schwierigem Dynamikumfang - High Key-Bilder oder auch Überstrahlung sind extrem beliebt aktuell auf Instagram und Co.
High Key im Weinberg.
High Key im Weinberg.
  • Fokus: Entweder ein ganzheitlicher Fokus über das ganze Bild oder einen Punkt-Fokus. Wie beim zweiten Foto: Die Weinblätter scharf stellen, am Rand eine gute Vordergrund-Unschärfe . Sieht nicht nur sehr atmosphärisch aus, sondern passt zudem auch super zum überbelichteten Bildstil.
  • Nachbearbeitung: Auch Handyfotos können nachbearbeitet werden. Instagram bietet einige Filter, aber auch individuelle Optimierungsmöglichkeiten. Ich setze allerdings am Smartphone auf Adobe Photoshop Lightroom CC mobile. Langer Name, allerdings das Gleiche, was man unter Lightroom kennt. Und das kostenlos für's Smartphone - super, oder? Ein paar Funktionen sind für die Kaufversion vorbehalten, alle wichtigen Regler und sogar gratis Presets gibt es aber trotzdem. Man muss sich zwar ein wenig reinfuchsen und ausprobieren, kann dann aber nach ein wenig Üben tolle Looks und Bildoptimierungen erschaffen.

Schöne Bilder mit dem Smartphone aufnehmen ist also wirklich nicht schwer. Oftmals entstehen damit genauso gute Fotos wie mit einer "richtigen" Kamera - nur, dass die eine größere Auflösung hat und man damit die Bilder größer ausdrucken könnte.

 

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr auch Tipps für gute Handyfotos habt, wie ihr sie schießt oder auch nachbearbeitet - ich bin gespannt! :-)

 

 

 

 

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!