Ein Tag im Nordschwarzwald.

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch mit in den Nordschwarzwald nehmen. Dort warten drei sehr unterschiedliche Fotospots, die man tagsüber angehen kann! Normalerweise bin ich ja immer früh morgens oder spät abends unterwegs, wenn das Licht sehr sanft ist und wunderschöne Stimmungen erzeugt. Weil das natürlich nicht immer möglich ist, habe ich drei Foto-Locations besucht, die ihr auch am Tag gut ablichten könnt. Erweitert kann die Tour auch bis zum Sonnenuntergang werden. Checkt dazu am besten Mal den Blogbeitrag zum Ortenaukreis.

 

Bei den Gertelbachfällen.

Den ersten Spot, den ihr ansteuern könnt, sind die Gertelbachfälle. Die sind wirklich zu jeder Jahreszeit fotogen, am besten kommt ihr jedoch zum Frühling (wenn Blümchen sprießen) oder im Herbst (wenn buntes Laub die Steine bedeckt). Parken könnt ihr entweder im Tal auf dem offiziellen Wanderparkplatz oder ein Stück weiter oben an der Sandstraße. Von dort aus ist man in zehn Minuten an den Wasserfällen und läuft ca. eine halbe Stunde den Bachlauf entlang. Während dieser Zeit findet man einige spannende Motive.

 

An Bachläufen und Wasserfällen arbeite ich gerne mit kurzen Langzeitbelichtungen (zwischen einer und drei Sekunden). So ist das Wasser bereits verwischt, dennoch bleibt ein wenig Struktur erhalten. Alles zu Langzeitbelichtungen an Bachläufen findet ihr aber auch in diesem Blogbeitrag. Bei den Gertelbachfällen habe ich versucht, eine möglichst tiefe Position einzunehmen, flach über der Wasseroberfläche. Meistens gefallen mir bei solchen kleinen Wasserfällen und Bachläufen Hochkant-Aufnahmen besser, da ich dort intensiver mit Vordergründen arbeiten kann.

Plant für euren Besuch an den Gertelbachfällen auf jeden Fall eine Stunde ein. Hier kann man viel ausprobieren und expermintieren.

 

Über der Schwarzenbach-Talsperre.

Die Schwarzenbach-Talsperre ist mit 2,5km Länge der größte Stausee im Nordschwarzwald. Die Sperrmauer ist 400 Meter lang und 65 Meter hoch. Der Spot eignet sich für eine Rundwanderung und ebenso für's Fotografieren. Beispielsweise am Seeufer entlang oder - so wie ich - mit dem fliegenden Begleiter. Mit ihm lassen sich die Ausmaße des Sees und der Sperre erst so richtig zeigen.

Am Abend hat man hier auch Chancen auf eine goldene Stunde vor dem Sonnenuntergang, aber auch tagsüber ist der See fotogen. Aufgrund der Größe hat man auch hier einige Möglichkeiten, sich fotografisch auszutoben.

 

Parken kann man direkt nebenan, ein Tretbootverleih ist ebenfalls vor Ort. Ich habe hier meine Drohne aufsteigen lassen, um einerseits weitwinklige Bilder vom See schießen zu können und andererseits auch die Talsperre mit ins Bild einzubauen. Natürlich durfte auch ein Top-Down-Shot nicht fehlen, der ein wenig architektonische Abwechslung in die Landschaftbilder bringt.

 

Wildlife-Fotografie im Bärenpark.

Der letzte Spot, den ich euch empfehlen kann, liegt ein wenig weiter abseits und ca. 45 Fahrminuten von der Talsperre entfernt. Je nachdem aus welcher Richtung man kommt, liegt der Spot damit auf dem Hin- (nördlich) oder Rückweg (südlich, Richtung Freiburg). Ich spreche vom Alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach. Der Park kostet Eintritt (9€ Erwachsener; 8€ ermäßigt; 25€ Familienkarte; weitere Tickets verfügbar. Öffnungszeiten März bis Oktober von 10 bis 18 Uhr, November bis Februar 10 bis 16 Uhr.). Das Geld ist dort aber defintiv gut aufgehoben: Der Park ist schön gestaltet, um die Tiere wird sich gekümmert und sie haben vieeeeel und wilden Auslauf!

 

Das Schöne: Die Tiere, die dort leben, stammen aus schlechten Haltungen und bekommen vor Ort wieder ein neues und tiergerechtes Zuhause. Im Park können sie sich innerhalb der großen Freigehege frei bewegen. Die Tiere aus schlechten Haltungen sind teilweise verhaltensgestört und können in diesen Anlagen wieder ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen.

 

Auch fotografisch lohnt sich ein Besuch. Zunächst war ich skeptisch, gute Wildlife-Bilder schießen zu können. Aber: Vor allem innerhalb des letzten Drittels des Rundwegs gibt es einige Möglichkeiten, auch dank spezieller Foto-Plätze, an denen die Zäune kleine Öffnungen haben. Wichtig ist allerdings, ein Tele-Objektiv dabeizuhaben. Ich habe mit dem 70-200mm gearbeitet.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!