Fotografieren im Dreisamtal.

(c) Niklas Batsch
(c) Niklas Batsch

Die Sommerabende werden schon wieder ein wenig kürzer. Dafür bleiben die Temperaturen bis spät in die Nacht immer noch angenehm. Perfekt also, um nicht nur den Sonnenuntergang, sondern auch die blaue Stunde oder das Nach-Sonnenuntergangs-Licht noch einzufangen.

Dafür bin ich nicht weit weggefahren, sondern habe mir mal wieder die Landschaft vor der Haustüre geschnappt - in meinem Fall: das Dreisamtal.

 

(c) Niklas Batsch

 

Mit ein wenig Glück gibt es zum Sonnenuntergang Wolken, die dann das Licht so richtig schön widerspiegeln und einfangen. Ich habe länger überlegt, ob ich an den verschiedenen Orten auch Langzeitbelichtungen mache, aber dadurch, dass es relativ stark immer wieder gewindet hat, habe ich es nicht getan: Die Gräser, der Weizen, der Mais und alles, was eben sonst sich noch bewegen könnte, wäre dann nur noch ein Brei. Und eine Compositing ist nicht das, was ich mache ;-).

 

Deshalb gibt es in diesem kleinen Blogartikel auch ausschließlich, und ein wenig untypisch für mich,  Bilder, in denen keinerlei Bewegung zu sehen ist. Es ist einfach "nur" die Landschaft in einer Sekunde, in einem Augenblick, eingefangen. Fotografiert habe ich also mit einer sehr kurzen Verschlusszeit, einer Standard-Blende von f/8 und einem weitwinkligen Objektiv - die Landschaft soll ja wie immer in ihrer Breite und Gesamtheit zum Ausdruck kommen.

 

(c) Niklas Batsch

 

Worauf ich aber in diesem Artikel eigentlich hinaus will: Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, auch zu Hause gibt es viele schöne Fleckchen Erde, die erkundet werden wollen.

 

So hatte ich beispielsweise an einem Abend ein ganz bestimmtes Zielfoto vor Augen: Eine Sonnenblume mit Sonnenstern in Sonnenuntergangsstimmung. Als ich das dann fotografiert habe, war ich nicht extrem begeistert von dem Ergebnis. Allerdings habe ich auf meinem Weg zur Location noch zwei andere schöne Spots entdeckt und wusste, dass diese nach Sonnenuntergang sicherlich in einem tollen Licht liegen würden. Und daher bin ich hinterher einfach noch dorthin geradelt und habe weiterfotografiert. Von dort aus bin ich dann wieder einen anderen Weg zurückgefahren und siehe da: Mir ist wieder etwas aufgefallen, was ich fotografieren wollte.

Was lernen wir daraus? Augen auf und die Natur zu Hause entdecken! Selbst, wenn ein Foto mal nicht so sehr dem entspricht, was man sich erhofft hat, ist es gut möglich, ein paar Meter weiter ein weiteres Bild schießen zu können :-).

 

Das Dreisamtal ist auch immer einen Abstecher am Abend wert. Über Freiburg und den umrahmenden Bergen geht die Sonne unter und lässt die Wiesen und Felder in einer schönen Stimmung liegen. Dann ein bisschen suchen und einen Vordergrund oder ein anderes Motiv finden, was sich in die Komposition integrieren lässt, und man kommt sicherlich nicht mit nur einem gelungenen Foto wieder nach Hause ;-).

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!