Testbericht: Foto-Rucksack von Wandrd.

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Eine der größeren Überraschungen auf der diesjährigen Photokina war Enjoyyourcamera, die den Foto-Rucksack Prvke von Wandrd dabei hatten. Schnell kamen wir ins Gespräch über verschiedene Rucksäcke und so konnte ich mir das Exemplar von Wandrd genauer anschauen (#Werbung). Vier Wochen lang hatte ich den Rucksack dabei, in diesem Testbericht soll es um Prvke und generell das Thema Rucksäcke in der Fotografie gehen.

 

Prvke 31. Was wie ein Codewort für einen Sicherheitsserver in einem Hollywood-Film klingt, entpuppt sich als Foto-Rucksack der Firma Wandrd. Den gibt es in drei Farben (schwarz, blau, grün) in der Basic und in der Photo-Edition. Ich war schon länger auf der Suche nach einem stylischen, funktionalen und sicheren Foto-Rucksack - meist eine komplizierte Anforderung. In Prvke 31 habe ich aber ein Exemplar entdeckt, das ziemlich viel kann.
Der Rucksack hat zunächst ein Fassungsvermögen von 31 Litern, kann laut Herstellern aber auf 36 Liter ausgeweitet werden, indem man das oberste Fach des Rucksacks ausrollt und dort beispielsweise Kleidung verstauen kann. Damit kann gleich eins vorweg genommen werden: Den Rucksack sollte man nicht unbedingt den klassischen Fotografen als Zielgruppe zuweisen, er ist viel mehr gedacht für Influencer, Reisende und "Abenteuer-Fotografen", die mit einem Gepäckstück reisen möchten und dabei nicht nur sicher ihre Technik, sondern auch Kleidung für ein paar Tage dabeihaben möchten.

 

 

Mein erster Eindruck von Prvke war gar nicht so positiv: Als ich ihn zu Hause auspackte, zweifelte ich, dass da all mein Equipment Platz finden würde. Schlussendlich hat es alles sehr gut reingepasst, denn Prvke ist durch viele kleine Details gut konzipiert. In das Basic Modell lässt sich das Photo-Zusatz-Modul integrieren: Ein Fach, in das Objektive und Kameras eingeordnet werden kann, wie bei so ziemlich jedem Fotorucksack. Dieses Fach lässt sich jedoch ganz simpel wieder ausbauen und als Tragetasche ohne den Rucksack verwenden.

Insgesamt passt in dieses Fach bei mir eine Lumix G81 und G3, ein Tele-Objektiv, ein Weitwinkel, eine 50mm-Linse und das Kit-Objektiv hinein. Zusätzlich auch noch eine Fujifilm Instax-Sofortbildkamera. Also eigentlich ganz schön viel - damit ist dieses Fach aber auch voll. Daneben befindet sich ein weiteres, in das ich allen "Kleinkram" hineingepackt habe: Filter, Ladekabel, Reinigungshilfen, Kabel, ... Schade ist hier, dass sich keine Trennmodule wie im anderen Fach einbauen lassen - dort habe ich nämlich welche rausgenommen, die Klettstreifen haften aber nicht in dem anderen Fach, wo ich sie gebrauchen könnte. Denn so fällt beim Wandern innerhalb dieses Gerümpel-Fachs doch ziemlich viel durch die Gegend.

An den Seiten hat der Rucksack einen Kamera-Schnellzugriff, sowie kleine versteckte Taschen für das Handy, Speicherkarten, Putztücher und Akkus. Das Stativ lässt sich an die Seite oder unter den Rucksack klemmen, wo sich auch eine Regenschutzhülle befindet. Auf der Rückseite befindet sich zudem noch ein Fach für Reisepass o.Ä.. Der Rucksack lässt sich auf der Rückseite öffnen, ist also Diebstahl-sicher.
Das letzte Gadget befindet sich oben auf dem Rucksack: Das Rolltop. Das lässt sich, wie der Name schon sagt, aufrollen und bietet, wie zu Beginn angesprochen, nochmal 5 Liter Platz, gedacht vor allem für Kleidung, die sich dort gut stapeln lässt. Allerdings fehlt eine Abtrennung nach unten - die Kleidung würde also in meinem Fall in mein "Gerümpel-Fach" fallen und so könnte ich dann meine ND-Filter zwischen T-Shirts, Socken und Unterhosen suchen... das ist das Einzige, was mir wirklich nicht so gut gefällt - allerdings werde ich dieses Rolltop vermutlich auch eher selten nutzen.

 

Sehr gut konzipiert sind die Reisverschlüsse, die allesamt wasserdicht sein sollen. Das ist ein wirklich großer Vorteil, zumal der ganze Rucksack ja durch die LKW-Plane wasserdicht ist. Für Reisende attraktiv sind zudem die zwei Latop-Fächer an der Innen-Rückseite.

 

Im Langzeittest muss sich zeigen, wie bequem der Rucksack ist. Beim ersten Aufsetzen und Tragen fühlte sich der Rucksack, der zunächst in der Hand sehr schwer war, wirklich angenehm und leicht an. Auch bin ich gespannt, wie sich die Qualität hält - wie gut die Reisverschlüsse sind, wie wasserdicht das Material ist und wie gut die Tasche verarbeitet ist. Denn das gesamte Gewicht lastet auf dem Reisverschluss und den Nähten an der Rückseite - dort sind die Tragegurte angebracht und dadurch, dass sich Prvke von hinten öffnen lässt, liegt dort auch das gesamte Gewicht.

 

Die Optik ist sicherlich Geschmackssache, mir gefällt der Stil - und damit stimmt das Gesamtpaket meiner Meinung nach. Lediglich die zwei "Fehler" könnten noch verbessert werden: Im Netzfach Klettstreifen anbringen und dieses Fach und das Rolltop trennen. Für insgesamt 299-US-Dollar liegt der Rucksack Preis-Leistungs-technisch auf einem ordentlichen Niveau und kann gegen ähnliche Rucksäcke definitiv mithalten.

 

 

Fotorucksäcke - worauf kommt's an? Meiner Meinung nach auf zwei, vielleicht drei wichtige Dinge: Zunächst einmal das vielleicht Wichtigste: Die Sicherheit. Ist der Rucksack sicher? Sind die Nähte gut? Taugen die Reisverschlüsse? Du transportierst in dem Rucksack Material für oft sehr viel Geld. Wieso dann ausgerechnet an dieser Stelle sparen und auf einen 30-Euro-Rucksack setzen? Wenn dort estwas aufgeht, etwas reißt - dann hast du gleich viel mehr verloren als nur die 30 Euro des Rucksacks.
Nummero 2: Haptik (und Optik). Natürlich ist man mit dem Rucksack unterwegs, also sollte er einem ein Stück weit auch optisch gefallen. Vor allem muss er aber passen und gut sitzen. Rückenschmerzen sind da ein No-Go!
Last but not least: Funktionalität. Ein schneller Zugriff auf Kamera und Co. können wichtig sein. Deshalb sollte ein Fotorucksack klug konzipiert und umgesetzt worden sein. Reisverschlüsse und Schnellzugriffe an den richtigen Stellen erleichtern die Arbeit. Kleine, versteckte Taschen ermöglichen oft Stauraum für Speicherkarten, Mikrofasertücher, Akkus und Anderes.

 

Wie du siehst: Ein Rucksack ist mehr als eine Tasche ;-).
Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, was du zum Thema Fotorucksäcke meinst, welchen du benutzt und ob Prvke 31 auch für dich eine Option wäre!

 

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!