Eibsee.

(c) Niklas Batsch
(c) Niklas Batsch

Heute möchte ich die mitnehmen auf eine Reise. Eine Reise in die Karibik - oder auch nicht. Denn diese idyllische kleine Insel, umgeben von glasklaren blauen und türkis schimmernden Wasser täuscht nur vor, irgendwo im Warmen zu liegen. Bei genauerer Betrachtung fehlt auch der weiße Sandstrand, der hier eher gräulich und weniger fein aussieht. Und auch die Palmen haben hier ungewöhnliche Formen. Das könnte daran liegen, dass diese kleine Insel, die aus Vogelperspektive wie ein Schiff von oben aussieht, in Deutschland liegt. Und zwar am Eibsee bei Garmisch-Patenkirchen, unterhalb der Zugspitze. Die Insel hat sogar einen Namen, nämlich Almbichl - übrigens genau wie ihre sieben anderen großen Schwestern.

 

Als Anfang April der Foto-Trip ins Berchtesgadener Land auf dem Programm stand, war für mich klar, dass ich den Eibsee irgendwie damit verbinden muss. So viele schöne Bilder habe ich von diesem großen Bergsee gesehen, dass schnell klar war: da muss ich hin! Das ist aber erstmal leichter gesagt als getan, wenn von eine Anreise von gut sechs Stunden von Freiburg nach Berchtesgaden hat. Gut, eine bis eineinhalb Stunden Umweg plane ich dann halt mal ein. Der wird sich schon lohnen. Ganz genauso war es dann auch. Bedacht habe ich dann aber ein weiteres Problem auch nicht. Erst ein, zwei Tage vor Abfahrt kam ich ins Grübeln: Wann fahre ich denn los, damit ich zu Sonnenauf- oder -untergang am Eibsee bin? Immerhin ist dann ja bekanntlich das schönste Licht. Sonnenuntergang konnte ich dann relativ schnell streichen, da ich da bereits bei Maria Gern in Berchtesgaden sein wollte. Also Sunrise - ich komme!

Ganz so gut hat das Zeit-Management dann aber doch nicht geklappt und ich konnte einen traumhaften Sonnenaufgang von der Autobahn aus beobachten. Eine Stunde später war ich dann am Eibsee-Parkplatz, der gegen 8 Uhr noch erstaunlich leer war. Gut, die Touris, die zum Wandern und Skifahren kommen, brauchen noch ein ein, zwei Stunden. Also: Drohnenkoffer und Fotorucksack gepackt, Radl gesattelt und los ging's. Grandioserweise einmal um den See herum, weil - warum auch immer - der Beginn des Eibsee-Rundwegs für einen guten Kilometer für Fahrräder gesperrt ist. Danach ist dann jedoch das Fahren erlaubt... Logik, wo bist du? Egal, davon ließ ich mich nicht aufhalten. Stattdessen ein wenig Morgensport und Strampeln. Hat sich aber gelohnt, weiter hinten anzufangen und so sind mir ein paar coole Drohnen-Shots gelungen, die das Zugspitzpanorma zeigen.

 

Je weiter mich der Weg jedoch geführt hat, auf desto mehr Wanderer bin ich gestoßen. Zeit also, den Multicopter wegzupacken - die schönsten Aufnahmen hatte ich eh schon im Kasten. Mit Sonnenaufgangslicht wurde es zwar nichts, dafür aber mit schön starken und intensiven blauen und grünen Farben.

Zwei Spots wollte ich jedoch auf jeden Fall noch besuchen: Zum einen die Landzunge am Schönbichl (eine der vielen kleinen Eibsee-Inseln), zum anderen Steingringpriel, ein kleiner See.

An der Landzunge angekommen, prangt dort erst einmal ein schönes, altes Holzschild: FKK. Gut - April, 10 Grad, vor ein paar Tagen noch eine Eisdecke über dem See. Wohl eher kein FKK heute. Umso besser für mich, denn so sind noch ein paar schöne Bilder am Steinufer entstanden. Der FKK-Strand ist übrigens eine ziemlich coole Location und für mich einer der schönsten Uferabschnitte. Da haben sich die FKKler auf jeden Fall einen guten Abschnitt gesichert. Wer fotografieren will (also die Landschaft!), sollte zu entsprechenden (Jahres-)Zeiten kommen.

Um 11 Uhr kam ich dann beim kleinen See an und die Touri-Ströme nahmen zu. Einmal wurde die Drohne noch ausgepackt, weil ich im See etwas Sepktakuläres entdeckte: Von allen Uferseiten lagen lange Baumstämme flach im Wasser. Weil die Oberfläche extrem glatt war und das Wasser wieder diese spezielle Farbe hatte, konnte man die Stämme supergut erkennen. Dieses Szenario wollte ich unbedingt von oben festhalten.

Danach habe ich meine Sofortbildkamera geschnappt und mit ihr noch ein paar Bilder geschossen.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch eine nette Location entdeckt: Ein Ast wächst über das Ufer Richtung See und eröffnet nach hinten hinaus nicht nur die bekannte Sasseninsel, sondern auch das Zugspitzpanorama. Mittlerweile habe ich über Instagram herausgefunden, dass dieses Motiv bekannter ist als ich gedacht habe. Egal - ich hab's jetzt auch! ;-)

 

Mittags sollte es dann weitergehen nach Berchtesgaden. Dazu findest du jedoch einen eigenen Artikel!

Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, ob du auch schon einmal am Eibsee warst oder was du zu diesen krassen Wasser-Farben sagst. ;-)

 

Kommentare: 1
  • #1

    Kaja (Freitag, 27 Juli 2018 12:42)

    Woow, die Farben der Fotos sind wirklich krass! O.o Vor allem die des Titelbildes - das wirkt von oben ein bisschen wie aus einem Modellbauwunderland oder so. Weil die Form so klar geometrisch ist und die Bäume so hübsch plüschig. :P Nee, aber im Ernst: Ist wahnsinnig schön geworden, Respekt! :)

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!