Der Drohnensimulator.

Im Herbst 2018 hat DJI einen Drohnensimulator herausgebracht. Den Simulator gibt es auf der DJI-Seite zum kostenlosen Download - allerdings bekommt man dort auch nur eine abgespeckte Free-Version. Was die alles kann - oder auch nicht - habe ich mir mal genauer angeschaut.

 

Zugegeben: Es sieht schon ein wenig seltsam aus.
Zugegeben: Es sieht schon ein wenig seltsam aus.
  • Steuerung. Die Idee, Drohnenflüge zu simulieren, ist gar nicht mal so blöd. Denn so kann ohne Gefahr geübt werden - dazu aber später mehr. Doch damit man üben kann, braucht man was? Genau, eine Steuerung. Und da funktioniert scheinbar nicht mit Tastatur, Joystick, Gamepad oder Ähnlichem, sondern nur mit einer Fernsteuerung einer DJI-Drohne. An sich eigentlich ganz logisch, denn nur mit einer DJI-Fernsteuerung lässt sich ja auch genau das Feeling einüben, das man später auch draußen hat. Aber: Ich hätte mir gewünscht, dass man trotzdem auch anders abheben und fliegen kann. Dann könnte man nämlich sich als potentieller Neukunde zumindest einmal ein grobes Gefühl "erspielen".
  • Grafik. Über die Grafik brauchen wir eigentlich gar nicht sprechen. Es gibt verschiedene Drohnen-Modelle von DJI zu fliegen ( von der Mavic Air bishin zur Inspire 1) und drei unterschiedliche Karten (Landscape, Cityscape, Hangar). Die sind selbstverständlich nicht auf dem Level von aktuellen Videospielgrafiken und doch sind sie beim Fliegen ganz nett anzuschauen.
  • Gameplay. Obwohl es ein Simulator ist, fühlt es sich doch eher wie ein Spiel an, daher "Gameplay". Man kurvt ein wenig durch die Landschaft und probiert sich aus: Verschiedene Bewegungen, Flugmanöver, Kamerafahrten und natürlich ganz wichtig: Crashs! Denn das ist so ziemlich das Einzige, was man im DJI-Drohnensimulator machen kann, was sich in echt... nun ja, sagen wir mal... etwas suboptimal umsetzen ließe.
  • Outdoor vs. Simulator. Da muss DJI noch ein wenig Feilen - das Feeling, draußen zu fliegen, zu steuern und zu filmen/fotografieren, ist dann doch nochmal ein wenig anders und so fühlt sich auch das Steuern im Simulator nicht ganz so an wie in echt. Nicht, dass es völlig abwegig ist, aber wenn man dann mit einer Drohne wirklich unterwegs ist, wird man sich doch nochmal umschauen.

Für wen ist der Simulator also gedacht?
Das ist eine wirklich gute Frage: Neukunden kann DJI so nicht gewinnen, Profis werden ihn nicht nötig haben, da diese ja fliegen können und sicherlich nicht mit den kleinen, aber feinen Unterschieden zurecht kommen werden. Am ehesten würde ich sagen: Für Leute, die sich kürzlich eine Drohne gekauft haben und diese testen wollen, ohne Gefahr laufen zu wollen, zu crashen o.Ä.. Doch seien wir mal ehrlich: 1) Wenn ich mir eine Drohne gekauft habe, dann will ich auch DIE fliegen und nicht irgendein grafisches Teil am Computer. Und 2) Wenn ich mir eine Drohne gekauft habe, sollte ich mich auch informiert haben, wie die funktioniert und sich steuern lässt. Und 3) Wenn ich mir eine Drohne gekauft habe, dann übe ich lieber auf freiem Feld ohne Menschen, Tiere oder sonstige Hindernisse, wie ich coole Bewegungen steuern kann.

 

 

Der Drohnensimulator von DJI - eine detailverliebte Spielerei für... eigentlich niemanden so wirklich.

 

 

 

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!