Die "richtige" Langzeitbelichtung.

Korrekt, es gibt kein "richtig" oder "falsch" in der Fotografie - und auch nicht bei Langzeitbelichtungen. Auf was man aber bewusst bei Langzeitbelichtungen achten kann, zeige ich dir an ein paar Beispielen in diesem Blog-Artikel.

 

 

Grundwissen Langzeitbelichtung.

Hierzu möchte ich auf ein paar Ausschnitte aus meinem eBook "Light Seeker: Inspiration, Tipps und Tricks zur Landschaftsfotografie" verweisen:

Übrigens: Das gesamte eBook gibt es hier auf meinem Blog kostenlos zum Download.

 

 

Kurze Langzeitbelichtungen an Bachläufen.

Langzeitbelichtungen sind natürlich abhängig davon, wie schnell sich etwas bewegt. Wie zum Beispiel hier der Bach. In der Regel ist aber als Basiswert eine halbe Sekunde eine gute Zeit, um Wasser in diesen speziellen Zustand zu versetzen, bei dem man eine Langzeitbelichtung schon erkennt, das Wasser aber auch noch Konturen und Spritzen besitzt. Wie in diesen Bildern zu sehen: Die Fließbewegung des Wassers ist klar erkennbar, aber auch noch die unterschiedlichen Strukturen und die Kraft des flüssigen Elements.

 

 

Längere Langzeitbelichtungen.

Auch längere Belichtungen sehen bei Wasserfällen und Bachläufen gut aus - denn das ist wie immer Geschmackssache! Länger heißt in diesem Fall: Länger als eine Sekunde. Ich würde als Faustregel eine Belichtungszeit zwischen einer und fünf Sekunden wählen. Je nach Fließgeschwindigkeit kann das Wasser auch hier noch Struktur haben, auffällig ist aber hier in jedem Fall, dass die Langzeitbelichtung dafür sorgt, dass das Wasser deutlich nebliger und milchiger wirkt als wenn es kürzer belichtet worden wäre.

 

 

Lange Langzeitbelichtungen.

Diese Art der Langzeitbelichtung fällt am ehesten sofort ins Auge: Sie ist wirklich auffällig. Denn meistens sieht man hier die Bewegung der Wolken. Sie verwischen, werden gezogen und sehen total surreal und irgendwie auch faszinierend aus. Meistens erkennt man bei Wasser dann auch gar keine Struktur mehr oder erkennt gar nicht mehr, dass hier überhaupt Wasser fließt. Die Oberfläche ist extrem glatt. Diese Langzeitbelichtungen starten meistens ab 30 Sekunden und können - abhängig vom ND-Filter - quasi ewig lang dauern. Bis zu mehreren Minuten je nach Kamera.

 

 

Warum Langzeitbelichtung?

Langzeitbelichtungen können ganz unterschiedliche Funktionen haben. Sie können einfach nur ein Stilelement sein, aber auch neue Formen erschaffen wie zum Beispiel Schaumkreise auf eine Wasseroberfläche. Sie können die vorbeistreichende Zeit symbolisieren oder auch "richtige" Funktionen übernehmen - beispielweise Menschen an einem Touristen-Hotspot eliminieren und ihn ganz einsam darstellen.

 

Es entstehen also völlig neue Bilder mit Langzeitbelichtungen. Probier es doch einfach mal aus ;-).

Schreib mir gerne in die Kommentare, wo und wie du Langzeitbelichtungen verwendest!

 

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!