Die Konkurrenz von Lightroom.

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So gut wie jeder Fotograf, den ich kenne, nutzt Lightroom und Photoshop. Ich auch, zumindest Lightroom 6. Doch weil diese Version nicht mehr von Adobe unterstützt und man so zu einem Abomodell gezwungen wird, habe ich mich auf dem Markt umgesehen und Luminar entdeckt. Das Bildbearbeitungsprogramm stammt von Skylum Software und wird oftmals als Alternative zu Lightroom dargestellt. Das wollte ich testen - und habe Skylum kontaktiert, die mir eine kostenlose Version der Software bereitgestellt haben (transparenter Blog-Artikel, Stichwort Werbung ;-)). Was das Programm kann und ob es wirklich Konkurrenz ist, erfahrt ihr jetzt.

 

Luminar ist eine Mischung aus Lightroom und Photoshop in einem - oder anders gesagt Lightroom mit Ebenen und Masken. Im Prinzip ist das Programm identisch aufgebaut wie Lightroom: Auf der rechten Seite findet man das Entwickeln-Modul, das es bei Lightroom auch gibt. Wenn du wissen willst, wie ich meine Bilder in Lightroom mit den unterschiedlichsten Reglern entwickle, kannst du das hier nachlesen.
Auch die Regler von Luminar sind gleich wie die von Lightroom: Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, etc. lassen sich einzeln anpassen.
Zusätzlich gibt es in der unteren Leiste verschiedene Vorgaben, die ähnlich wie die Lightroom-Presets funktionieren. Wählt man eine der Vorgaben aus, wird sie direkt angewendet und man kann sie über die Regler rechts verändern. Es sind Voreinstellung, die sich dann noch verfeinern lassen.

 

Was Luminar wirklich interessant macht, sind die Ebenen: So lassen sich beispielsweise Belichtungsreihen sehr einfach entwickeln:. Bei schwierigen Lichtsituationen kann man eine Belichtung für den Vordergrund und eine für den Hintergrund schießen. Dann importiert man die Vordergrund-Belichtung und entwickelt die RAW-Daten wie immer. Jetzt kommt das Interessante: An dieser Stelle kann man eine neue Ebene öffnen - entweder eine neue Nachbearbeitungsebene oder eine neue Bildebene. Zu den Nachbearbeitungsebenen: Hier kann man dann nochmal einzelen Filter anweden ähnlich wie in Photoshop. So behält man die Kontrolle über die Filter, kann sie einzeln zurücksetzen oder ihre Deckkraft reduzieren. Fügt man allerdings eine neue Bildebene ein, so kann man aus seinen Dateien die Hintergrund-Belichtung für den Himmel auswählen. Diese wird nun auf das aktuell bearbeitete Bild gelegt. Mit einem Verlaufsfilter lässt sich dieses zweite Bild nun in das erste einmaskieren. Danach kann nochmal Finetuning betrieben werden und die beiden Ebenen aneinander angepasst werden.
Wie in Photoshop sind so natürlich auch Composings möglich, aber eben auch das Einfügen mehrerer Belichtungen bei schwierigen Lichtverhältnissen, das Bearbeiten der Milchstraße in mehreren Bildern, geschweigedenn Fokus-Stacking. Du siehst also: Die Idee, ein Lightroom mit Ebenen-Prinzip zu erschaffen, ist nicht die schlechteste.

 

In Luminar wird man sich schnell zurecht finden, wenn man Lightroom kennt, das Programm erinnert doch stark daran. Ein bisschen suchen muss man nach den einzelnen Reglern. Die sind nämlich nicht wie bei Lightroom einfach untereinander gelistet, sondern lassen sich auf der rechten Seite unter "Filter" einzeln abrufen - praktisch, um gleich eine neue Einstellungsebene dafür anzulegen.

 

Mir persönlich arbeitet Luminar allerdings noch zu langsam: Ein oder zwei Bilder zu importieren und genau zu bearbeiten, also Arbeit und Zeit hineinzustecken, wie beispielsweise bei einem Fokus-Stacking-Bild oder einer Milchstraßen-Aufnahme, ist gut möglich. Wenn man allerdings wie bei Lightroom viele, viele Bilder importieren, durchschauen und auswähen will, wird das Programm deutlich zu langsam. Es ist schließlich nicht wie Lightroom als Katalog angelegt, sondern zur Berabeitung der Bilder gedacht  - wobei auch dort das Bearbeiten vieler Bilder am Stück nicht gerade sehr schnell ist. Das ist der einzige große Nachteil, den ich nach meiner Testphase erkennen konnte.

Zusätzlich sind die Vorgaben meist ein wenig extrem: Also farblich übertrieben. Das kann aber durch den Deckkraft-Regler und das Finetuning behoben werden.

 

Eine solche Bearbeitung via Luminar 2018 zeige ich dir hier:

 

 

In Skylums zweiten Bearbeitungsprogramm, Aurora HDR, lassen sich, wie der Name schon sagt, aus einzelnen Bildern oder Bildergruppen HDRs erzeugen. Die Software ist dabei 1:1 wie Luminar aufgebaut - nur, dass man beim Import entsprechende Bildergruppen auswählen kann. Zusätzlich gibt es andere, speziell auf HDR ausgelegte Voreinstellungen.

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!