Bloggen - lohnt sich das überhaupt?

Ja, es ist ein Auf und Ab mit der Statistik. Mal gucken hier mehr Leute vorbei, mal weniger. Lohnt es sich also überhaupt, über Fotografie zu schreiben? Eine Website zu haben, zu bloggen, sich damit irgendwie selbst Arbeit zu machen? Ein Blick hinter die Kulissen von Fotografie spüren..

 

Er existiert jetzt bald drei Jahre, dieser Blog. Und Interaktion mit Usern kann ich so gut wie an einer Hand, oder an beiden Händen abzählen. Seien wir doch mal ehrlich - ja, es schaut hier immer wieder mal jemand vorbei, das belegen auch die Statistiken, aber irgendwie schreibe ich doch nur mit mir selbst. Oder hast du, der das hier gerade vielleicht liest, schonmal etwas bei mir kommentiert? ;-)

Wieso mache ich das dann überhaupt noch, Bloggen und Social Media? Darauf gibt es drei Antworten - wahrscheinlich noch viel mehr, aber es sind die, die mich beschäftigen und die für mich zählen. Vorangeschoben: Auch wenn ich mehr mit Leuten über meine Facebook- und Instagram-Seite kommuniziere, erreiche ich doch über 400 verschiedene Menschen jeden Monat mit meinen Bildern und dem dazugehörigen Geschreibsel - und das ist doch für einen Studenten, der in diesem Bereich noch wenig Berufserfahrung und kein Budget zur Verfügung hat, eine ganze Menge.

 

Kostenlose Reichweite. Über meinen Blog bzw. eine Facebook- oder Instagram-Seite erreiche ich zunächst einmal kostenlos Menschen, die sich für meine Arbeit interessieren könnten. In diesem Fall die Fotografie. Meinen Blog nutze ich, um zu den Bildern noch ein bisschen mehr Hintergrundinformationen zu geben. Mittels Facebook/Instagram - also dem eigentlichen Social Media - verbreite ich meine Fotos. Dabei erreiche ich eine verhältnismäßig große Zuelgruppe: Über 200 Menschen folgen mir auf Facebook, bei Instagram sind es knapp 500. Nichts im Vergleich zu Influencern oder größeren Persönlichkeiten. Aber im Schnitt über 300 Menschen schauen sich regelmäßig an, was ich mache. Das hat unterschiedliche Folgen: So kann ich mittlerweile erste Kooperationen mit Firmen starten, habe die BUG-Serie entwickelt und stehe so im Kontakt mit anderen Fotografen - und schlussendlich könnte ich so auch Geld verdienen.

 

Ausschnitt der Verteilung meiner Seiten-Zugriffe.
Ausschnitt der Verteilung meiner Seiten-Zugriffe.

Disziplinierung. Ein Blog und eine Facebook-Seite disziplinieren. Ich habe immer das Gefühl, ich muss etwas Neues schreiben, etwas Neues zeigen - immerhin wollen die Personen, die mir folgen, ja auch neuen Content sehen. Man ist so - positiv wie negativ - dazu gezwungen, sich immer wieder mit neuen Inhalten auseinander zu setzen. Das kann auf Dauer und auch für später nicht schaden. Durch regelmäßige Aktualisierung, aber auch Aufgreifen älterer gut angekommener Beiträge konnte ich beispielsweise die BUG-Serie starten. Ich gab anderen Fotografen und Fotografie-Bloggern die Chance, hier zu schreiben - eine klare Win-Win-Situation: Sie erhalten eine neue Zielgruppe, ich neuen Content und neue Besucher. Erst durch solche Aktionen entstehen neue Möglichkeiten, wie zum Beispiel Gastbeiträge auf anderen Webseiten (siehe Bild links).

 

Spaß und Erfahrung für später. Und schlussendlich gibt es natürlich einen Grund, der immer an erstes Stelle stehen sollte: Das, was man macht, soll Spaß machen. Ob sich nun zwei oder zweihundert Menschen für mein Geschreibsel interessieren, steht für mich nicht an erster Stelle: Denn das, was ich hier mache, das macht mir Spaß - und ist daher auch ein Bereich, den ich zu meinem Beruf machen möchte. Social Media und Online-Medien sind genau mein Ding - und das als Hobby nebenbei auszuüben, kann für den Lebenslauf oder eine Bewerbung nie schaden! ;-)

 

Fazit: Es gibt mehrere Gründe, warum Social Media - also auch Bloggen - sich lohnen können. Alles in allem ist das jedoch auch wieder Typ-Sache: Der eine mag's, der andere nicht; der eine liest's, der andere nicht - und so werde ich auch hier wieder einen Blog-Artikel beenden, der eventuell wieder Zugriffe und ganz vielleicht sogar einen Kommentar erhält. Und wenn nicht, dann nicht :-)

 

Kommentare: 1
  • #1

    Hape (Samstag, 01 Dezember 2018 12:40)

    Genau die richtige Einstellung.
    Mach einfach das, was dir Spaß macht.
    Ich finde die Ergebnisse eigentlich fast immer klasse. Manches gefällt mir weniger, aber das muss ja auch so sein. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die nächste gemeinsame Exkursion.
    Gerne weiter so.

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!