Beelitz III - Hier lässt sich's Wohnen!

© Niklas Batsch
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"Die Beelitzer Heilstätten sind einer der beliebtesten verlassenen Orte für Fotografen und Entdecker in der Umgebung von Berlin. Angezogen von der wunderschönen villenartigen Architektur und dem prächtigen Ambiente der alten Gemäuer wird man an diesem Lost Place heute noch Zeuge der glanzvollen Zeit des Heilstättenwesens um 1900. Gewaltige Treppenaufgänge mit riesigen Säulen, endlose Flure und lichtdurchflutete Säle prägen die bildgewaltigen Motive, die man hier vor die Objektive bekommt."

 

--- go2know

 

Teil 3 der Serie um die Heilstätten in Beelitz dreht sich um den Pavillon A1 im Männersanatorium. Das von 1899-1902 erbaute Gebäude dient, wie der Name schon sagt, zum einen als Wohnpavillon und beherbergte 83 Betten allein im Untergeschoss. Dort gab es auch Bade-Räume und einen Operationssaal mit Laboratorium und Röntgen-Kabinet. Selbst einen Speisesaal incl Bühne zierte das Erdgeschoss.

 

 

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Im Obergeschoss folgten weitere 82 Betten sowie Bade- und Massage-Räume. Auch Lese-, Raucher- oder Tagungsräume beherbergte das Obergeschoss.
Heute sieht man "nur noch" lichtdurchflutete Räume, Graffiti und die ein oder andere Einrichtung. Nichtsdestotrotz kann man sich vorstellen, dass es sich damals in diesem Wohnpavillon hat leben lassen!

 

 

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Auch sehr beeindruckend ist der große Speise-Saal im Westflügel, der von einer Bühne, Terrassen, Tagungsräumen und Schreibzimmern umgeben ist. Wohl am faszinierendsten ist aber das Fenster oberhalb der Bühne, durch das heute Licht in die große Halle flutet und auch damals schon den Raum ausgeleuchtet haben muss.

 

 

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Alle Gebäude und das Gelände der Beelitzer Heilstätten sind kameraüberwacht, umzäunt und abgeriegelt. Betreten ist strengstens verboten und kann nur über eine offizielle Seite geschehen!

 

Im nächsten, vierten und damit letzten Teil der Serie um die Heilstätten in Beelitz, wird ein Blick in en Lungenheilpavillon B1 für Männer, das Whitney Houston-Haus eröffnet.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Kaja (Montag, 18 Juli 2016 16:34)

    Oh wow, der Speisesaal ist tatsächlich total beeindruckend! O.o Vor allem auf dem ersten und dritten Foto (sind übrigens auch tolle Kompositionen; ich bin erklärter Zentralperspektiven-Fan! :D).
    Was ich mich nur frage: Diese schrecklichen Spritzen-Comics an der Wand - waren die schon dort, als die Säle noch genutzt wurden? Wenn ja, tun mir die damaligen Patienten wirklich leid ... O.o

    ... und jetzt freu ich mich schon auf den Teil über das Whitney Houston-Haus! :D

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!