Beelitz I - Ab in's kühle Nass!

© Niklas Batsch
© Niklas Batsch

 

 

 

 

 

"Die Beelitzer Heilstätten sind einer der beliebtesten verlassenen Orte für Fotografen und Entdecker in der Umgebung von Berlin. Angezogen von der wunderschönen villenartigen Architektur und dem prächtigen Ambiente der alten Gemäuer wird man an diesem Lost Place heute noch Zeuge der glanzvollen Zeit des Heilstättenwesens um 1900. Gewaltige Treppenaufgänge mit riesigen Säulen, endlose Flure und lichtdurchflutete Säle prägen die bildgewaltigen Motive, die man hier vor die Objektive bekommt."

 

--- go2know

 


Besser als die Beschreibung von "go2know" könnte man es nicht zusammenfassen. Das Gelände des "Lost Places" Heilstätten Beelitz ist riesig. Von Lungenheilstätten über Chirurgie-Gebäuden, Bäckerei, Fleischeri, Wäscherei bis hin zur Badeanstalt und dem Whitney Houston-Haus gibt es in Brandenburg, in der Nähe von Potsdam alles.
In einer vierteiligen Reihe möchte ich euch einen Teil dieser Gebäude natürlich incl dem ein oder anderen Bild - wie könnte es anders sein - vorstellen. Den Anfang der Serie macht mit diesem Artikel die Zentralbadeanstalt.

Direkt, wenn man die ersten Treppenstufen erreicht hat, kann man in das Vestibül hineinschauen. Eine große Eingangshalle, die dank vieler Fenster und Türen mit Licht durchflutet wird. Ein paar Meter eröffnet eine Warte- und Wandel-Halle den damaligen Besuchern alle Wünsche. Ob man sich nach links wendet und ein Moor-Wannen-Bad genießt oder auf der rechten Seite sich einer Elektirschen Extremitäten-Behandlung unterzieht... oder direkt weiter Richtung Auskleidekabine geht - den damaligen Besuchern bleiben keine Wünsche offen.

 

 

© Niklas Batsch

So oder so - schließlich gelangt man in die Baderaum-Kuppelhalle mit verschiedenen Brausen und Wannen (von letzteren ist leider nichts mehr zu sehen). Mitten im Raum liegt ein Tauchbad für eine Kaltwasser-Behandlung. Rings um den zentralen Baderaum liegt ein Ruhe-Saal, ein Raum für Elektrische Heißluft-Behandlung, ein Massage-Raum, Dampfschwitzkästen und ein Geräte-Raum. Heute zu sehen sind leider nur noch die leeren Räume; Geräte, Wannen, etc. fehlt, was möglicherweise auch daran liegt, dass die Beelitz Heilstätten früher öffentlich zugänglich waren. Seid ein paar Jahren sind sie aber geschlossen: Vandalen haben Einiges beschädigt und zerstört. Heute kommt man nur noch auf Touren und Anfragen auf das Gelände und in die Gebäude, die sonst mit Zäunen und Schlössern abgeriegelt und mit Kameras überwacht sind.

 

 

© Niklas Batsch

 

Um es abschließend noch einmal zu betonen: Die Gelände sind gesichert, überwacht und abgeriegelt - widerrechtliches Betreten wird geahndet! Wenn ihr an der Location interessiert seid, informiert euch über offizielle Touren!

 

Das war auch schon Teil 1 der Reihe. Im nächsten Beitrag betreten wir dann das Verwaltungsgebäude...

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Kaja (Montag, 18 Juli 2016 16:16)

    Aaah, wie krass! O.o Voll schade, dass von der ursprünglichen Raumausstattung nicht mehr viel zu sehen ist ... :/ Aber auch leer wirkt alles mega imposant, vor allem die Eingangs- und die Kuppelhalle.
    Meine Lieblingsfotos sind übrigens die drei in der mittleren Reihe. Das Bettgestell sieht total creepy aus, als hätte es Tim Burton designet oder so. :P Und was die anderen beiden Bilder angeht: Wie schafft man es, einen Flügel so konsequent von allen Seiten mit Farbe zu beschmieren?! :D

Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!