Friedhof der vergessenen Autos.

Mitten im Schwabenländle, genauer im Zollernalbkreis, liegt ein vergessener Autofriedhof. Oder um es mit Stephen King zu formulieren: Car Sematary. Mindestens acht verlassene und vergessene Autowracks liegen in einem Waldgebiet. Drei von ihnen sind noch überraschend gut in Schuss, von den anderen zeugen nur noch letzte Überreste davon, dass mit diesen Vehikeln einmal Straßen befahren wurden. Ich nehme dich in diesem Blogbeitrag mit auf den Autofriedhof.

 

Der Autofriedhof.

Vergessen und tatsächlich nicht wirklich gut zu erreichen liegen die Wracks in einem Waldstück. Einige Minuten muss man zu Fuß über Stock und Stein, dann tauchen vereinzelt Schrott und irgendwann auch die Wracks auf. Es ist ein ziemlich cooles Gefühl, wenn man zum ersten Mal eines der Autos findet. Denn um diesen Autofriedhof zu entdecken, gehört einiges an Recherche hinzu. Die Wracks sind gut versteckt und auch von Lost Place-Fotografen bisher noch wenig fotografiert worden. Es verbirgt sich in diesem Lost Place also wirklich ein kleiner fotogener Schatz.

 

Im Internet findet man wenige, aber vereinzelte Hinweise auf den Autofriedhof. Kombiniert man alles clever zusammen, dann kann man definitiv ein Gebiet eingrenzen. Vor Ort heißt es dann aber: Gute Schuhe schnüren und suchen! Wenn man den Autofriedhof dann findet, hat man einige spannende Motive vor der Linse. Eine Geschichte dazu lässt sich jedoch nicht recherchieren. Darüber, warum sich gerade in diesem Waldstück so viele Wracks befinden oder wie sie dort hingekommen sind, lässt sich nur spekulieren.

 

Fotografieren auf dem Autofriedhof.

Fotografisch ist der vergessene Autofriedhof natürlich ein kleines Juwel. Allerdings ist es auch nicht ganz so einfach zu fotografieren. Am besten ist es natürlich bei schlechtem Wetter oder bewölktem Himmel. Bei starkem Sonnenschein hat man teilweise heftige Licht- und Schattenflecken. Die können natürlich auch zu spannenden Looks führen, man muss eben nur ein bisschen mehr aufpassen. Generell sieht der Autofriedhof im Sommer sicher schöner aus, wenn es mehr Grün in der Landschaft hat. Dann ist er aber gleichzeitig ein Paradies für Zecken und Brennnesseln. Deshalb war ich gar nicht so böse, im Frühjahr dort gewesen zu sein. ;-)

Vor Ort hat man aus fotografischer Sicht einiges zu knipsen. Mit einem Weitwinkel lassen sich die Wracks als Ganzes in ihrer Umgebung ablichten. Ich habe aber schnell Gefallen daran gefunden, mich eher auf kleine Bildausschnitte zu konzentrieren. Das geht sowohl mit einem Weitwinkel-Objektiv als auch mit einer Tele-Linse. Geht man mit einem Weitwinkel nach an ein Detail, zum Beispiel ein Türgriff, dann erscheint dieser riesig im Vordergrund und gleichzeitig kann man dahinter noch Teile der Tür und des Wracks erkennen. Ich persönlich mag diesen Look sehr.

 

Aber auch mit normalen Tele-Objektiven lassen sich viele kleine Details und minimalistischere Bildausschnitte finden und festhalten. Die große Stärke bei einer langen Brennweite ist, dass damit auch eine schöne Unschärfe im Hintergrund eingeht. Du merkst schon: Auf dem vergessenen Friedhof der Autowracks hast du jede Menge zu tun! Du wirst schnell erkennen, dass es vor allem drei sehr fotogene "Spots" gibt, an denen man einige Bilder knipsen kann.

 

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!