5 Foto-Spots im Pfälzerwald.

Der Pfälzerwald hat so einige spannende Ausblicke zu bieten. Da ist es schwer, sich auf fünf besondere Spots zu konzentrieren. Nicht in die Liste geschafft und dennoch empfehlenswert sind die Karlstalschlucht, der Haferfelsen und der Schlüsselfels. Im Folgenden präsentiere ich dir aber meine fünf Highlights im Pfälzerwald, die du unbedingt besucht haben musst. Einen ausführlicheren bericht zum Thema Fotografieren im Pfälzerwald findest du übrigens hier.

 

1. Geiersteine

Die Geiersteine liegen in der Nähe von Lug. Den besten Ausgangspunkt hat man beim Parkplatz an der L495 zwischen Völkersweiler und Lug. Von dort geht es einen Kilometer lang durch den Wald zu den Geiersteinen. In ca. 20 Minuten absolviert man die Strecke mit 100 Höhenmetern.

 

Die Geiersteine sind vor allem zum Sonnenaufgang schön zu fotografieren. Wie die gesamte Region ist die beste Jahreszeit der Herbst, wenn sich die Blätter im Wald färben. Mit etwas Glück bildet sich im Tal außerdem Nebel - meist nach feuchten Nächten. Das kann man aber auch via Wetter-Apps planen.

 

An den Geiersteinen solltest du auf jeden Fall ein Weitwinkel-Objektiv dabeihaben. Auch Verlaufsfilter sind hilfreich, mit ND-Filtern kannst du Langzeitbelichtungen schießen. Ein stabiles Stativ ist wichtig, da es auf der Felsnase recht windig werden kann.

2. Rötzenfelsen

Der Rötzenfelsen ist so beliebt, dass du unbedingt frühzeitig vor Ort sein solltest. Ich war 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang dort, was gut war, um die beste Position zu "sichern". Denn nach mir kamen noch 13 weitere Fotografen. Der Platz, um das Top-Bild schießen zu können, reicht jedoch maximal für sechs Leute.

 

Parken kannst du am Sportplatz in Gossersweiler-Stein. Von dort läufst du ca. 1,5km mit 120 Höhenmetern in 30 Minuten zum Rötzenfelsen. Dort ist Trittsicherheit wichtig, da es vor allem auf der rechten Seite im freien Fall in den Abgrund gehen kann.

 

Zum Sonnenaufgang hilft ein starker Verlaufsfilter, damit du genügend Informationen im Bild hast (sonst ist der Fels zu schwarz und der Himmel zu ausgebrannt). Ich empfehle eine möglichst kurze Belichtungszeit, damit die Kiefer auf dem Felsen nicht durch den Wind verwackelt.

3. Sprinzelfelsen

Der Sprinzelfelsen ist wie der Rötzenfelsen bei Fotografen und vor allem Instagramern extrem beliebt. Sei auch hier zeitig vor Ort. Im Gegensatz zum Rötzenfelsen haben hier jedoch notfalls mehr Fotografen Platz, es gibt auch verschiedene Blickwinkel und nicht nur das eine Motiv.

 

Einen offiziellen Parkplatz gibt es nicht, das Auto kann man aber an einem Feldweg abstellen. Dann geht es nach Süden für 900 Meter durch den Wald. Dabei legt man ca. 70 Höhemeter zurück. Für die Strecke benötigt man ca. 20 Minuten.

 

Zu Sonnenaufgang ist der Rötzenfelsen ein Traum. Auch hier kannst du auf Nebel spekulieren. Mit einem weitwinkel kann man die Kiefer, die aus dem Fels wächst, groß in den Vordergrund rücken. Morgens werden zudem weitere Felsen in südlicher Richtung angestrahlt, die ein weiteres spannendes Motiv abgeben.

4. Altschlossfelsen

Die Altschlossfelsen sind eine Kette aus verschieden großen Sandstein-Massiven mit vielen Spalten. Sie werden auch als Grand Canyon Deutschlands bezeichnet.

 

Vom Parkplatz läuft man zwei Kilometer weitestgehend eben. Erst auf den letzten 300 Metern überwindet man 50 Höhenmeter. Am Ziel angelangt wird man von den großen Felsen belohnt. Zu Fuß sollte man 30-40 Minuten einplanen, allerdings kann man auch bis zur letzten großen Kreuzung radeln (danach noch 300 Meter Aufstieg zu Fuß über kleine Wege).

 

An den Altschlossfelsen kann man sowohl tagsüber als auch abends fotografieren. Mit harten Kontrasten kann man geniale Lichtstimmungen zaubern, die Sonne lässt die Felsspalten erglühen. Vor Ort sollte man so ziemlich alle Brennweiten mit dabei haben, da man sowohl kleinere als auch größere Bildausschnitte finden wird.

5. Slevogtfelsen

Der Slevogtfelsen ermöglicht den Blick Richtung Burgruine Scharfenberg, Ruine Anebos und Burg Trifels. Gerade im Herbst ist der Wald unterhalb der Burgen bunt verfärbt, sodass man diesen Spot bei einem Pfalz-Besuch unbedingt auf dem Zettel haben sollte.

 

Den Aussichtsfelsen erreicht man vom Parkplatz Ahlmühle in 15 Minuten. Auf 800 Metern überbrückt man ca. 80 Höhenmeter. Der beste Zeitpunkt, um am Slevogtfelsen zu fotografieren, ist der Sonnenuntergang. Aber auch tagsüber kann man, beispielsweise mit einer Langzeitbelichtung, stimmungsvolle Ergebnisse produzieren.

 

Neben einem weitwinkligen Objektiv solltest du hier unbedingt ein Tele-Objektiv dabei haben! Mit der längeren Brennweite kannst du nämlich die Burgen (vor allem die fotogene Burg Trifels) nah ranholen, was bei dramatischem Himmel ein klasse Motiv ist.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!