5 Fotospots im Elbsandsteingebirge.

Die Sächsische Schweiz - oder auch Elbsandsteingebirge genannt - hat so einiges zu bieten. Zu viel, um alle schönen Spots bei einem einzigen Besuch abzuklappern. Einige schöne Orte habe ich auf meinem Kurztrip besucht. Zum Jahresende erscheint mein zweites Buch ("Fotografisch durch Deutschland"), dort kannst du dann viele Spots entdecken. Bereits jetzt möchte ich dir aber 5 Top-Spots in der Sächsischen Schweiz zeigen und Tipps geben, wie du dort fotografieren kannst.

Der Klassiker aller Klassiker in der Sächsischen Schweiz ist die Bastei. Wenn du im Elbsandsteingebirge bist, wirst du nicht darum herum kommen, der Basteibrücke einen Besuch abzustatten. Der Spot ist super einfach zu erreichen, du kannst beim Basteihotel parken und musst nur wenige Meter zum Ferdinandsstein gehen, wo du den bekannten Ausblick auf die Basteibrücke hast. Allerdings solltest du sehr früh dran sein: Der Spot ist beliebt, daher musst du ca. eine Stunde vor dem Sonnenaufgang vor Ort sein und dir einen Platz sichern.
Die Bastei geht bei so gut wie jedem Wetter, das eindrücklichste Erlebnis und die besten Bilder wirst du aber erzielen, wenn die Sonne über den Horizont wandert und die Brücke in ein orange-goldenes Licht taucht. Aber auch bei Nebel kann der Spot seinen Reiz haben.

 

Ausrüstung: Hier kannst du eigentlich so gut wie alles, was du hast, mitnehmen. Pflicht ist auf jeden Fall ein Stativ. Morgens ist es noch dunkel und schon vor dem Sonnenaufgang kannst du fotografieren. In den Rucksack muss definitiv ein Weitwinkel-Objektiv und wenn möglich auch Tele-Linsen. ND- oder Verlaufsfilter kannst du hier auch sehr gut nutzen, auch der Pol-Filter hilft, mehr Farben ins Bild zu bekommen.


Einen der bekanntesten Ausblicke hat man auf den Schrammsteinen. Die große Gebirgskette, die sich aus dem Wald erhebt, ist einfach ein super Motiv und gehört auf jeden Fall ins Pflichtprogramm. Auch hier solltest du genug Zeit einplanen. Der Aufstieg zur Schrammsteinaussicht dauert ca. eine Stunde und geht über Treppen, Stufen und Leitern. Oben solltest du schwindelfrei sein. Zwar schützen Gitter vor dem Abgrund, aber du bist komplett Wind und Wetter ausgesetzt. Die Schrammsteine lohnen sich sowohl zum Sonnenauf- als auch -untergang. Bei ersterem wird die Gebirgskette angestrahlt (ähnlicher Effekt wie beim Bild von der Bastei), bei letzterem versinkt die Sonne hinter den Felsen und sorgt für tolle Farben im Himmel. Außerdem kannst du noch einen Sonnenstern mit ins Bild einbauen.
Wie bei der Bastei solltest du auch hier frühzeitig am Spot stehen, eine gute Stunde vor Sonnenaufgang oder -untergang ist auch hier empfehlenswert. Es gibt dort oben wenig Platz - und oftmals viele Fotografen. Loslaufen kannst du an der Schrammsteinbaude.

 

Ausrüstung: Ähnlich wie bei der Bastei - Stativ, Weitwinkel und Filter. Ein Tele kannst du hier auch mitnehmen, die Hauptattraktion ist aber zweifelsfrei die Schrammsteinkette. Außenrum gibt es weniger Motive als bei der Bastei. Mit Filtern kannst du spannende Effekte in dein Bild miteinbauen, wie zum Beispiel Wolkenzieher mit ND-Filtern.


"Der Gohrisch geht immer!", sagen Stephan Wiesner und Philipp Zieger im ZIELFOTO-Magazin. Sie haben Recht. Wenn ich in der Sächsischen Schweiz wohnen würde, würde ich vermutlich sehr sehr oft auf dem Gohrisch anzutreffen sein. Das liegt an drei Dingen: 1) Erreichbarkeit. Vom Wanderparkplatz ist man in ca. 15 Minuten auf dem Plateau. Schneller und einfacher kommt man im Elbsandsteingebirge auf keinen Berg. 2) Die Vielzahl an Aussichten. So gut wie in jede Richtung lässt sich vom Gohrisch aus fotografieren. Überall gibt es spannende Motive und Vordergründe. Zum Üben und Austoben, aber auch einfach zum Genießen gibt es wohl keinen besseren Spot. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Schrammsteine, dennoch ist der Gohrisch fast meine Lieblingslocation in der Sächsische Schweiz. 3) Flexibilität. Man ist nicht nur superschnell oben, sondern auch superschnell an allen Aussichtspunkten. Das Motiv ist also sehr variabel und lässt sich daher sowohl morgens als auch abends ablichten.

 

Ausrüstung: Wie fast bei allen Spots im Elbsandsteingebirge solltest du auch hier eine lange und kurze Brennweite mitnehmen. Auch ein gutes Stativ ist wichtig - oben hat es keine Geländer und der Wind pfeift überraschend stark! Filter kannst du hier ebenso gut einsetzen, musst aber aufpassen, wenn du in die Sonne fotografierst, um Reflexionen zu vermeiden.


Der Kleine Winterberg ist einer der spektakulärsten Punkte, den man in der Sächsischen schweiz besuchen kann. Vor allem zum Sonnenaufgang hat er einen ganz besonderen Charme. Ungefähr eine Stunde lang wandert man bergauf, bis es steil über Stufen nach oben geht. Dann erreicht man die berühmte Doppel-Felsnase, die sich hoch über der Sächsischen Schweiz erhebt. Wenn man dort das erste Mal steht und das Panorama sieht: Ein unvergessliches Gefühl - auch jetzt noch! Dann geht langsam die Sonne am Horizont auf und blitzt über die Berge und Hügel: ein fantastisches und sehr beliebtes Motiv. Die Wahrscheinlichkeit, andere Fotografen oder Instagramer zu treffen, ist hoch. Nimm dir daher genug Zeit und steh früh auf, um dein Ziel zu erreichen.

 

Ausrüstung: Es wiederholt sich: Hier brauchst du unbedingt ein Weitwinkel-Objektiv, um die Felsspitzen und die Landschaft dahinter einzufangen. Ein Tele kann ganz spannend sein, um die Hügel und Berge in der Ferne abzulichten, ist aber kein Muss. Die Weite und Ruhe der Landschaft - ohne jegliche Zivilisation - ist hier das Interessante. Auch hier solltest du wieder ein Stativ dabeihaben, Filter können helfen.


Der letzte Tipp ist der Lilienstein. Die Wetterkiefer in Richtung Elbe bietet sich dort vor allem zum Sonnenaufgang an. Mit etwas Glück liegt auch noch Nebel über der Elbe und wird vom goldenen Licht angestrahlt. Auch die Westseite bietet sich als Fotomotiv an. Dort geht die Sonne abends unter und im Frühjahr blühen Rapsfelder unterhalb der Felsen. Es ist somit ein etwas anderer Spot, der mal andere Blickwinkel und Landschaften im Elbsandsteingebiet zeigt.

Vom ausgeschriebenen Parkplatz dauert der Aufstieg über Treppen eine gute Dreiviertelstunde. Oben angekommen sollte man sich die Zeit nehmen und einfach mal den Ausblick an allen Seiten genießen. Zu fast allen bekannten Punkten lässt sich vom Lilienstein nämlich gucken.

 

Ausrüstung: Hier brauchst du eigentlich nur eine weitwinklige Linse auf deiner Kamera. Es gibt wenige Motive in der Ferne, die ein Tele-Objektiv lohnenswert machen. Ein Stativ ist dagegen hier wieder Pflicht, wie bei fast allen Steinen windet es auch hier morgens und abends. Mit Filtern lässt sich auch hier wieder gut experimentieren.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!