5 Fotospots im Berchtesgadener Land.

Das Berchtesgadener Land bietet zahlreiche Motive für Landschaftsfotografen. Daher ist es gar nicht einfach, fünf Locations zu bestimmen. Das hier sind jedoch fünf, die meiner Meinung nach jeder Mal fotografiert haben sollte. In diesem Blogbeitrage zeige ich dir fünf spannende Spots in und um Berchtesgaden und gebe Fototipps und -tricks.

Hintersee.

Der Hintersee ist zwar der Klassiker schlechthin und jeder kennt die Fotos von den großen Steinen im Wasser, auf denen Tannen wachsen (siehe Titelbild), aber dennoch muss jeder bei seinem oder ihrem Berchtesgaden-Besuch diesen Spot mitnehmen. Er ist viel zu faszinierend, als dass man ihn links liegen lässt.

 

Es lohnt sich, einmal um den Hintersee zu wandern. Das geht nicht lange, dafür hat man aber viele unterschiedliche Spots zum Fotografieren.

 

Zeitlich sollte man vor allem zum Sonnenaufgang vor Ort sein. Der erste interessante Spot sind die Holzstege, die in den Hintersee ragen. Sobald sich der Himmel verfärbt, kann man hier gut fotografieren. Und zwar, bis die Sonne über die Horizontkante gewandet ist. Dann sollte man schnell ein paar Meter weiter gehen und dort das klassische Motiv des Hintersees ablichten. Das funktioniert vor allem ab dem Moment gut, wenn die Sonne über die Berge leuchtet: Dann werden die Felsen im Wasser angestrahlt. Der schönste Moment am Morgen!

 

Ausrüstung

Hier brauchst du definitiv ein Weitwinkelobjektiv, um mit führenden Linien spielen zu können und das ganze Panorama ablichten zu können. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Stativ. Pol- und Graufilter sorgen für interessante Effekte, auch der Verlaufsfilter kann zu Beginn helfen.

Zauberwald.

Der Zauberwald grenzt direkt an den Hintersee an und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich mystisch und dementsprechend fotogen. Die Ramsauer Ache fließt dort entlang und über ein helles Flussbett. Außerdem hat das Wasser einen sehr hervorstechenden Blauton, der die Fotos so besonders werden lässt.

 

Am besten wandert man vom Hintersee weiter in den Wald, der auf Schildern gut ausgeschrieben ist. Vor Ort muss man dann einfach ein wenig am Fluss entlang laufen und sich interessante Stellen heraussuchen.
Der Spot bietet sich perfekt für eine morgendliche Tour in Verbindung mit dem Hintersee an, den man zuvor beim Sonnenaufgang besuchen kann.

 

Wichtig dabei ist, mit der Belichtungszeit zu experimentieren. Bei der perfekten Verschlusszeit verschwimmt das Wasser bereits ein bisschen, zeigt also Dynamik, ist aber noch nicht so verwaschen, dass man gar keine Struktur mehr erkennt.

 

Ausrüstung

Hier reicht ein Standard-Objektiv, obwohl man auch gut mit dem Weitwinkel arbeiten kann. Dann kann man nämlich einzelne Steinblöcke oder andere Vordergrundelemente nah heranholen und sie groß abbilden. Ein Pol-Filter ist hilfreich, um Spiegelungen zu vermeiden und die Sättigung zu erhöhen. Mit ND-Filtern kann man die Belichtungszeit verlängern. Dann sollte man aber auch ein Stativ dabei haben.

Königssee.

Der Königssee ist zwar touristisch überlaufen, aber dennoch ein gutes Fotomotiv. Auch hier empfehle ich, so früh wie möglich am Morgen zu kommen und die ersten Schiffe nach St. Bartholomä zu nehmen.

 

Zuvor kann man noch am Aussichtspunkt Malerwinkel fotografieren (am besten nicht oben, sondern runter zum Wasser gehen!). Interessante Bilder kann man bereits während der Schifffahrt machen, dort hat man auch den besten Blick auf St. Bartholomä.

 

Je nach Jahr kann man dann auch noch weiter und die bekannte Alm am Obersee ablichten.

 

Ausrüstung

Hier heißt es: flexibel sein. Weitwinkel bei der Bootsfahrt und beim Malerwinkel, danach auch gerne etwas mehr Tele. Defintiv mit einem Polfilter arbeiten!

Kirchleitn Kapelle.

Die kleine Kapelle Kirchleitn auf dem Lockstein liegt oberhalb von Berchtesgaden. Über den kurzen, aber steilen Kreuzweg kommt man in wenigen Minuten zur Aussicht.

 

Dieser Spot ist perfekt für die blaue Stunde am Abend geeignet. Die Lichter der Stadt leuchten unten, die Kapelle selbst wird auch angestrahlt und mit einer weiteren Person kann man in der Kapelle für Licht sorgen, das das Fenster gelb erstrahlen lässt. So passen die gelben und blauen Farbtöne in der blauen Stunde perfekt zusammen.

Davor kann man oben ganz entspannt die Aussicht und die letzten Sonnenstrahlen genießen!

 

Ausrüstung

Hier empfiehlt sich ebenfalls ein Weitwinkel. Mit einem leichten Tele kann man aus der Entfernung spielen und versuchen, Kapelle und Watzmann näher zusammenzubringen. Für die blaue Stunde brauchst du ein Stativ.

Maria Gern.

Maria Gern ist eine Kapelle außerhalb Berchtesgadens auf dem Weg nach Vordergern. Morgens hat man manchmal Glück und die Alpen glühen beim Aufgehen der Sonne. Auch abends lohnt sich der Spot, wenn sich der Himmel verfärbt.

 

Am besten geht man ein Stück die Straße entlang und entfernt sich von der Kirche, um dann am Rand, neben der Leitplanke, Stellung zu beziehen.

 

Ausrüstung

Hier reicht ein Standard-Objektiv. Auch ein Tele kann interessant sein, um die Berge im Hintergrund näher an die Kirche ranzuholen. Dabei muss man dann ein bisschen mit dem Standort spielen.

Ich empfehle zudem einen Verlaufsfilter. Mit ND-Filter kann man in der blauen Stunde veruschen, Lichtspuren vorbeifahrender Autos auf der Straße einzufangen. Dann ist aber auch ein Stativ notwendig.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!