3 Fotospots in der Vorpommerschen Boddenlandschaft.

Für deinen nächsten Fototrip in die Ostsee-Region möchte ich dir 5 spannende Locations mitgeben, die du vielleicht besuchen kannst. Im Zentrum steht dabei vor allem der vielseitige Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit der Region Fischland-Darß-Zingst. Zu jedem Spot empfehle ich dir auch noch das nötige Kamera-Equipment sowie geschickte Anfahrtswege.

 

Das weiße Haus von Ahrenshoop.

Ahrenshoop und Umgebung sind mittelkleine Orte in Fischland, eine ehemalige Insel, die heute zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zählt. Dementsprechend touristisch und strubbelig geht es zu, vor allem in den Sommermonaten. Auch im September ist man nicht allein im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. 

Das weiße Haus von Ahrenshoop trägt seinen Namen - Überraschung - aufgrund seiner weißen Farbe. Besonders fotogen ist es aber vor allem, da es das letzte Haus am Strand ist und damit mitten in den Dünen liegt. Die kann man gleichzeitig auch wunderbar als Vordergrund nehmen, um das Foto aufzubauen. 

Im Hintergrund ist bei einem etwas höher gelegenen Standpunkt auch noch das Meer zu sehen, das an die Küstenlinie rauscht.

 

Ausrüstung

Hier ist auf jeden Fall ein weitwinkliges Objektiv sinnvoll, um möglichst viel von Meer, Dünen und Haus auf das Bild zu bekommen. Ich empfehle einen Verlaufsfilter, um am Abend den leicht gefärbten Himmel schön abbilden zu können. Auf ND-Filter würde ich verzichten, um die Grashalme nicht unnötig verwischen zu lassen. Nur ein paar Meter weiter geht es runter ans Wasser, wofür dann wiederum Graufilter und Stativ sinnvoll sein können.

 

Anfahrt

In Ahrenshoop kannst du mit dem Auto (oder auch zu Fuß/mit dem Rad), in den Grenzweg abbiegen und dort bis ganz ans Ende fahren. Um eine Kurve herum und einen kleinen Hügel hinauf liegt auch ein versteckter Parkplatz, der nur 50 Meter vom Spot entfernt ist.

 

 

Seebrücke Zingst.

Zingst ist die Hochburg schlechthin für Fotografen. Dort findet nicht nur jährlich das Umweltfotofestival 'Horizonte Zingst' statt, man trifft am Strand und auf dem Weg zur Seebrücke eigentlich immer und überall andere Fotografen. Dementsprechend begehrt sind die Plätze am Wasser zum Sonnenunter- und -aufgang. Abends geht die Sonne hinter dem Darßerwald unter, morgens steigt sie im Osten aus dem Meer empor. Beides hat etwas für sich, wobei der Morgen vermutlich spektakulärer ist. Ich konnte aus Zeitgründen nur zum Sonnenuntergang in Zingst sein.

 

Ausrüstung

Hier brauchst du unbedingt ein Weitwinkel-Objektiv, um die große Seebrücke und eventuell für den Vordergrund auch eine Buhne ins Bild zu bekommen. ND-Filter helfen vor Sonnenuntergang, die Menschen auf der Brücke 'verschwinden' zu lassen. Daher ist auch ein Stativ notwendig, vor allem nach Sonnenuntergang. Auch einen Verlaufsfilter kannst du hier sehr gut nutzen.

 

Anfahrt

Parken kannst du ganz nah an der Innenstadt. An den vielen Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten geht es entlang der Hauptstraße bis hin zur Seebrücke Zingst. Dort bieten sich dir viele Möglichkeiten. Nur ein paar Meter links neben der Brücke ist zum Beispiel ein kleiner, alter Fischersteg.

 

 

Weststrand.

Der Weststrand zählt zu den schönsten Stränden der Welt. Und das nicht umsonst, wie sich herausstellte. Er ist komplett naturbelassen und daher wunderbar rau. Überall findet man Baumstämme, Äste und Wurzeln, die ins Wasser ragen und uns Landschaftsfotografen natürlich zu gute kommen. Die kann man nämlich wunderbar als Vordergrund in sein Motiv einbauen.

Aber auch der Blick Richtung Darßwald lohnt sich. Dort werden die dicht beieinander stehenden Kiefern vom Abendlicht schön angeleuchtet. Im Sommer ist hier - trotz etwas Fußmarsch oder Radfahren - immer einiges los und man wird sich mit ein paar anderen Fotografen die 'Vordergründe' teilen müssen. 

Trotzdem lohnt es sich: Den Weststrand muss man einfach mal gesehen haben!

 

Ausrüstung

Ich empfehle auf jeden Fall ein Weitwinkel-Objektiv. Außerdem ist ein Stativ natürlich Pflicht. Ein Verlaufsfilter ist hier ebenfalls extrem sinnvoll und mit ND-Filtern lässt sich auch ein wenig spielen, um unterschiedliche Verschlusszeiten zu erzeugen. 

 

Anfahrt

Der sinnvollste Parkplatz ist 'Drei Eichen'. Von dort geht es dann entweder zu Fuß oder per Drahtesel zum Weststrand weiter. Erstmal gerade aus dem Weg folgen, dann erst an der zweiten Gabelung links Richtung Meer abbiegen. Nach ca. 20 Minuten Spaziergang oder guten acht Minuten auf dem Rad ist man dann vor Ort.

 

 

Bonustipp: Ostsee-Buhnen.

Es gibt sie wie... Sand am Meer. Ja, ich weiß - schlechtes Wortspiel. ;-) Du wirst die Buhnen an allen Stränden der Ostsee-Orten finden, aber auch dort, wo die Touristenmassen nicht hinkommen, stehen die alten Holzpfeiler. Sie bieten einfach ein super Motiv und ein minimalistisches, aber spannendes Bild.

Die Buhnen kannst du ganz einfach auf einer Seite deines Bildausschnitts platzieren und dann als führende Linie ins Foto nutzen. Dann musst du nur noch auf das Wasser/die Wellen/das Meer warten und im richtigen Moment auslösen. Mehr Tricks dazu findest du übrigens in meinem Blogbeitrag zum Fotografieren an der Ostsee.

 

Ausrüstung

Für ein weites Bild ist natürlich auch ein Weitwinkel-Objektiv sinnvoll. Prinzipiell kannst du aber die Buhnen mit fast allen Brennweiten fotografieren. Für längere Verschlusszeiten solltest du ein Stativ nutzen, um noch länger zu belichten helfen auch hier ND-Filter. Versuch auch mal vom Querformat ins Hochformat zu wechseln, die Buhnen mal rechts, mal links ins Bild laufen zu lassen.

 

Anfahrt

Konkrete Tipps zur Anfahrt kann ich nicht geben, allerdings findest du Buhnen an allen Stränden: Dierhagen-Strand, Wustrow, Ahrenshoop, Prerow und Zingst. Einfach im jeweiligen Ort parken und abends zum Strand aufbrechen. Verfehlen wirst du die Motive dort sicher nicht.

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Fotografie spüren. | Niklas Batsch

Fotografie spüren. - das bedeutet Landschaftsfotografie mit Leidenschaft, Herz und Seele. Hier berichte ich von meinen Fotoabenteuern und freue mich auf deinen Besuch!